GDF SUEZ

Nominiert von Amigos da Terra – Amazônia Brasileira
Hauptsitz: Paris, Frankreich
Branche: Energieversorgung
Umsatz / Gewinn: 83,1 Mrd. Euro (2008) / 13,9 Mrd. Euro
In Besitz von: Aktionäre: 36% Frankreich, 44% institutionelle Anleger, 20% diverse Shareholder
Mitarbeitende: 200’000 global
CEO: Gérard Mestrallet

In Kürze

Ein Bollwerk der Ignoranz: Ungeachtet des Widerstands der lokalen Bevölkerung und harscher Kritik von der brasilianischen, bolivianischen und peruanischen Zivilgesellschaft als auch den zuständigen Umweltbehörden beteiligt sich der teilstaatliche französische Energiekonzern GDF Suez massgeblich am Bau des Jirau-Staudammes am Rio Madeira. Dabei verursacht das brasilianische Mammutprojekt verheerende Probleme: Mehrere tausend Indigene sollen zwangsumgesiedelt werden und grosse Waldbestände gerodet werden. Zudem wird der Fluss und die von ihm erschlossene Region mit Quecksilber vergiftet. Artenverluste bei Fischen und verstärktes Auftreten von Malaria sind vorprogrammiert. GDF Suez verletzt überdies brasilianisches wie internationales Arbeitsrecht. Dank rücksichtslosem Polit-Lobbying kann es sich der Energieriese leisten, gegen geltende Gesetze zu verstossen und keinerlei Minimalgarantien im Sozial- und Umweltbereich abzugeben. Auf diesem Hintergrund wachsen die politischen Spannungen zwischen der Lokalbevölkerung und der Zentralregierung einerseits und den betroffenen Ländern andererseits kontinuierlich, was GDF Suez offenkundig aber völlig kalt lässt

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