Areva

Jahr: 2008

Areva

Schon einmal davon gehört, dass man von radioaktiver Strahlung HIV/Aids bekommt? Nein? Ist ja auch kein Wunder. Auch dem französischen Atomkonzern Areva ist das klar und trotzdem lautet in den firmeneigenen Krankenhäusern die Diagnose oft HIV-positiv, statt den eigentlich krebskranken Minenarbeitern die Wahrheit zu sagen. Das geschieht aktuell im Norden Nigers, wo Areva als Mehrheitsaktionärin zweier Minengesellschaften (Somaïr und Cominak) Uran abbauen lässt.

Der Grund für solche Falschdiagnosen: Das französische Staatsunternehmen will die Behandlungskosten für ehemalige Mitarbeiter nicht bezahlen. Die Minenarbeiter und deren Familien werden nur mangelhaft über die Gesundheitsrisiken des Uranabbaus informiert. Analysen zeigen die deutliche radioaktive Verseuchung von Luft, Wasser und Boden. Verunreinigtes Material wird einfach unter freiem Himmel gelagert. All das soll in der Schweiz nicht bekannt werden, wo etwa 40% des Stroms aus Atomkraftwerken stammt. Das Uran, das dort verwendet wird, stammt unter anderem auch aus Areva-Minen.

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