Glencore
Höchst undurchsichtig ist Glencore nicht nur, weil die in Kolumbien abgebaute Kohle dunkle Staubwolken verursacht, sondern auch, weil Zahlen und Geschäftspraxis im Dunkeln bleiben. Obwohl das Unternehmen jährlich mehr Dollar als Nestlé umsetzt, bleibt Glencore der unbekannte Riese der Schweizer Wirtschaft.
Bis vor einigen Jahren lag das Kerngeschäft noch im Rohstoffhandel. In den 1990er Jahren ist Glencore aber auch in die Kohle- und Ölproduktion eingestiegen. Beispiel für seine Skrupellosigkeit ist dessen Verhalten gegenüber den Glencore-Arbeiterinnen und Arbeitern in kolumbianischen Kohleminen wie Carbones de la Jagua. Der Rohstoff- und Energiemulti hält nichts davon, wenn seine Belegschaft versucht, sich zu organisieren - dies führt zu Entlassungen. Streiks werden gewaltsam aufgelöst und die Köpfe der Gewerkschaft werden von Paramilitärs auch schon mal mit dem Tod bedroht. Eine Tochtergesellschaft von Glencore steht zudem im Verdacht, jahrelang die kolumbianische Paramilitär-Gruppe AUC mitfinanziert zu haben.
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