Nominiert für den Public Eye People’s Award 2013
von Zukunft statt Kohle, www.zukunftstattkohle.ch – Versione italiano qui
In Kürze
Hand in Hand mit der Mafia? Der Schweizer Energiekonzern Repower plant gegen den entschlossenen Widerstand der lokalen Bevölkerung, der Behörden und im Widerspruch zur Gesetzgebung im italienischen Kalabrien ein gigantisches Kohlekraftwerk. Der geplante Bau liegt mitten im Herrschaftsgebiet der `Ndrangheta, der weltweit stärksten und gefährlichsten Mafia. Um das Kohlekraftwerk zu verwirklichen, wird Repower nach Einschätzung von staatlichen Antimafia-Behörden mit ihr geschäften müssen, soweit sie dies noch nicht tut. Die Regierung Berlusconi versuchte, Repower und grosse Energieunternehmen mit einer Sonderbestimmung zu begünstigen, die den Regionen die Zuständigkeit bei grossen Kraftwerken raubt. Obwohl Kalabrien gegen das Kohlekraftwerk ist, kann die Region dieses nicht mehr auf demokratischem Weg verhindern. Repower agiert in Kalabrien auf einem Terrain von korrupter Politik und mafiösen Strukturen, um ein unerwünschtes, sozial und ökologisch unverträgliches Kohlekraftwerk zu bauen, von dem die 'Ndrangheta stark profitieren würde. Ausgerechnet der WEF-Gastgeberkanton, Olympiakandidat und Mehrheitsaktionär Graubünden lässt dem kantonalen Energiekonzern freie Hand.
Repower
- Hauptsitz: Poschiavo, CH
- Branche: Energie
- Umsatz / Gewinn: 2,52 Milliarden CHF / 54 Millionen CHF
- In Besitz von: Kanton Graubünden 58,3%, AXPO 33,7%, Gemeinden, Pensionskassen und Einzelpersonen 8% Mitarbeitende: 732
- Verwaltungsratspräsident: Eduard Rikli
- CEO: Kurt Bobst
- Website: www.repower.com
Unverantwortliches Konzernverhalten
Repower ist seit 2005 federführend in der Planung eines 1'320-MW-Steinkohlekraftwerks in Saline Joniche mit Baukosten von 1.5 Mrd Euro. Dazu hat sie die Repower-Tochter Saline Energie Ioniche SEI S.p.A. gegründet, deren Geschäftsführer, Verwaltungsratspräsident und Repower-Direktionsmitglied Fabio Bocchiola die Kalabresen als „Ignoranten“ bezeichnet. Repower ist Mehrheitsbesitzerin der SEI. Der Repower-Partnerin Gruppo HERA werden in Italien Bestechung, Verfehlungen und Kontakte mit der Camorra vorgeworfen.
Das neue Kohlekraftwerk würde jährlich 7.5 Mio Tonnen Kohlendioxid (das Sechsfache des Kantons Graubünden) und Unmengen weiterer Umweltgifte ausstossen, die das Klima und die Umwelt schwer belasten. Um das international festgelegte Klimaziel von 2°C zu erreichen, müssten gemäss Studie von ETH, IIASA und NACAR vom Dezember 2012 weltweit 550 Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Repower nimmt einer neuen Greenpeace-Studie zufolge skrupellos mindestens 44 vorzeitige Todesfälle pro Jahr sowie 350 Millionen Euro Gesundheits- und Umweltkosten jährlich zulasten des italienischen Staates in Kauf. Zum Erreichen ihres Ziels schreckt Repower weder vor Desinformationskampagnen, Halbwahrheiten noch vor Lügen zurück.
In Kalabrien ist der Widerstand gegen das Projekt flächendeckend. Repower setzt sich über Regierung und Parlament von Kalabrien ebenso hinweg wie über die Proteste von Bevölkerung und Standortgemeinden sowie den gültigen Energie-Richtplan. Laufend verunglimpft sie Kohlekritiker und die Bürgerinitiative «Coordinamento Associazioni Area Grecanica per la difesa della salute e del territorio NO AL CARBONE», die über 90 Vereinen, Parteien und Organisationen repräsentiert.
Repower wird höchstens einen Fünftel der Investitionen für die zwei geplanten Blöcke in Saline Joniche selber finanzieren können. Die Planung eines Kraftwerks ÜBER 1000 MW Leistung dient lediglich dazu, die gesetzliche Bewilligungs-Hoheit der Region Kalabrien zu umgehen. Die Regierung Berlusconi hatte die Voraussetzungen dafür geschaffen, während Kalabrien in seinem bis heute gültigen Energie-Richtplan 2005 Kohle zur Energie-Erzeugung ausgeschlossen hat.
Nach der Zustimmung des aktuellen Regierungspräsidenten Monti zum Umweltverträglichkeitsbericht am 15. Juni 2012 rekurrierte die Region Kalabrien am 29. September 2012 ebenso wie die Standortgemeinde Montebello Jonico, eine grosse Anzahl weiterer Gemeinden, Verbände und Einzelpersonen beim zuständigen Verwaltungsgericht TAR Lazio. Greenpeace, WWF, Legambiente und LIPU präsentierten ihren gemeinsamen Rekurs am 27. November 2012 in Rom und starteten am 5. Dezember in Reggio Calabria die landesweite Kampagne „Von Saline Joniche bis Doha dieselbe Herausforderung: STOP KOHLE!“ Die lokale Bevölkerung unterstützt die Bemühungen mit der Aktion «No al Carbone in ogni balcone» (Protestflaggen an Häusern, Fenstern und Balkonen), unzählige Musiker treten seit dem Entscheid aus Rom in schwarzen «No-al-Carbone» T-Shirts auf, und in wenigen Wochen wurden über 7000 NEIN-Unterschriften gesammelt.
Repower betreibt mit tatsachenwidrigen Medienmitteilungen, Werbefilmen, Präsentationen und Plakaten bewusst Meinungs- und Wahrheitsmanipulation und verbreitet offensichtliche Lügen (z.B. CO2 sei ungefährlich, Leugnung von erhöhten Krebs-, Krankheits- und Todesraten im Umfeld von Kohlekraftwerken, Falsch-Angaben zur vorherrschenden Windrichtung, Leugnung von Zahlungen an Kohle-Befürworter). Zu einer Antikohle-Kundgebung am 27. August 2011 in Chur mit rund 500 Teilnehmenden finanzierte Repower 30 kalabrischen Kohle-Befürwortern Reise, Verpflegung und Aufenthalt für eine Gegendemonstration. Repower-Pressesprecher Werner Steinmann und das finanzierte Pro-Komitee «Vedere Chiaro» leugneten dies, und Repower’s „politischer Berater“ Franco d’Aquaro "reduzierte" die Teilnehmerzahl von 500 auf "weniger als 90". Diffamierung der Kohlegegner und Fehlinformation haben bei bei der Repower-Tochter SEI Saline Energie Joniche System.
Das Projekt liegt mitten im Herrschaftsgebiet der `Ndrangheta, wo (beinahe) alles zwischen den verschiedenen `Ndrangheta'-Clans aufgeteilt ist. Wie der stellvertretende kalabrische Staatsanwalt und `Ndrangheta-Spezialist Nicola Gratteri gegenüber Schweizer Fernsehen SRF am 13. September 2012 bestätigte, sei davon auszugehen, dass die `Ndrangheta von Repower 4% (entspricht rund 70 Mio CHF) der Bausumme einfordern wird, bei Auftragsvergaben mitbestimmt und Anstellungen vorschreiben werde. Es ist unwahrscheinlich, dass sich Repower diesem Druck entziehen kann, da die `Ndrangheta auch vor Morden, Anschlägen und Zerstörung nicht zurückschreckt.
Folgen
Kohlekraftwerke stossen neben dem Klimakiller-Gas CO2 einen Cocktail an Schadstoffen aus - tonnenweise Feinstaub, Schwefeldioxid, Stickstoffoxide, Dioxin, Nickel, Quecksilber, Arsen, Benzol, Mangan und weitere. In der Umgebung von Kohlekraftwerken ist keine Landwirtschaft mehr möglich. Repower’s Kohlekraftwerk würde zu substantieller Luftverschmutzung, Gesundheitsschäden und zu Veränderungen der Meeresflora und -fauna in Teilen der Strasse von Messina führen. Ein Vogelschutzgebiet von Europäischer Bedeutung und archäologische Stätten sind ernsthaft gefährdet. Eine Greenpeace Studie (Oktober 2012) rechnet mittels Methodik der Europäischen Umweltagentur EEA lokal mit jährlich 44 vorzeitigen Todesfällen und 350 Mio Euro Umwelt- und Gesundheitsschäden. Jährlich! Bereits kleine Störungen des Mikroklimas würden den Anbau der aussergewöhlichen, einzigartigen zitrus-ähnlichen Bergamotte, die für Medizin, Kosmetik, Parfüms und Gastronomie (z.B. Earl Grey Tea) weltweit ausschliesslich an der Westküste Kalabriens wächst, gefährden. Mehrere Tausend Arbeitsplätze in einer strukturarmen Region mit hoher Arbeitslosigkeit sind in Gefahr.
In Kohle-Abbaugebieten wie Kolumbien, Indien und China kommt es infolge des Profitstrebens zu Korruption, Menschenrechtsverletzungen, Vertreibungen und Morden. Die Umwelt wird unumkehrbar vergiftet und verseucht, viele Kinder und Erwachsene erkranken und sterben. Christine Lagarde, Präsidentin des Internationalen Währungsfonds, schätzte die Kohle-Todesfälle im Juni 2012 allein für Indien auf 70'000. Jährlich. Durch den Transport der Kohle aus Übersee entstehen abermals grosse Umweltbelastungen.
Aktueller Stand und Forderungen an das Unternehmen
Ungeachtet aller Proteste verfolgen Repower, Bündner Regierung und Bündner Verwaltungsräte sowie die Verwaltungsräte von AXPO und Alpiq trotz grossem Reputationsschaden und existenzbedrohenden Finanzrisiken für den Hauptaktionär und Tourismus- wie Olympia-Kanton Graubünden weiterhin dieselbe Fossil-Strategie, die sie 2003/2004 gewählt hatten. Unfähig, sich den Veränderungen der klima- und energiepolitischen Rahmenbedingungen anzupassen, muss Repower und die Bündner Regierung mit der Verleihung des Publiceye Award 2013 und durch die Bündner Bevölkerung bei der Volksabstimmung zur Antikohle-Initiative „JA zu sauberem Strom ohne Kohlekraft“ am 22. September 2013 in die Schranken gewiesen oder durch italienische Gerichte zur Vernunft gebracht werden. Gute Alternativen zum unseligen Steinkohlekraftwerk existieren. Repower muss das Projekt in Saline Joniche beenden und stattdessen eine umwelt- und klimafreundliche neue Strategie verfolgen, die mit der kalabrischen Energie- und Umweltpolitik im Einklang steht. Regierung und Parlament des Kantons Graubünden sollen sich von den Kohlekraftwerkplänen distanzieren und bei Repower im Interesse von Umwelt, Klima, Graubünden und Kalabrien das Ende des Kamikaze-Projekts bewirken. Repower darf das Projekt nicht an Konkurrenten veräussern.
Weitere Informationen
- Zukunft statt Kohle
- No al carbone
- «Bündner Stromkonzern bezahlte Kohlekraftwerk-Unterstützer»
- Reportage von RSI
Segnalata per il Public Eye People’s Award 2013
da "Zukunft statt Kohle / Futuro invece di carbone", www.zukunftstattkohle.ch
- Sede principale: Poschiavo, CH
- Settore: energia
- Cifra d’affari / Utile: 2,52 miliardi CHF / 54 millioni CHF
- Proprietà di: Canton Grigioni 58,3%, AXPO 33,7%, Comuni, Casse Pensioni e Privati 8%, Collaboratori: 732
- Presidente del Consiglio d’amministrazione: Eduoard Rikli
- CEO: Kurt Bobst
- Sito web: www.repower.com
Brevemente
Mano nella mano con la Mafia? La Multinazionale elvetica Repower pianifica - contro la risoluta resistenza della popolazione e delle Istituzioni locali e in contraddizione con la legislazione e gli indirizzi di pianificazione esistenti - una gigantesca centrale a carbone in Calabria. Il sito interessato si trova al centro di una zona fortemente pervasa dalla ‘Ndrangheta, l’associazione mafiosa universalmente riconosciuta come la più potente e pericolosa. Repower, muovendosi contro il consenso democratico, rischia di dover scendere a patti con essa, o addirittura di ritrovarsela, consapevolmente o inconsapevolmente, come socia in affari. E' questa la conclusione logica a cui si perviene applicando le crude analisi di autorevoli e noti magistrati. Il Governo Berlusconi ha cercato di favorire Repower con una norma che toglierebbe alle Regioni la competenza per quanto riguarda grandi centrali. Nonostante la Calabria sia contraria alla Centrale a carbone, si vorrebbe in sostanza fare in modo che la Regione non possa, per via democratica, impedirne la realizzazione. Contro questo tentativo la Regione Calabria insieme ad altre espressioni del territorio si sta tutelando attraverso la Magistratura Amministrativa.
Repower ha sostanzialmente scelto o accettato di muoversi su un terreno ambiguo, torbido e limaccioso, al di fuori della trasparenza, per imporre una Centrale a carbone non voluta e socialmente ed ecologicamente insopportabile, di cui la ‘Ndrangheta potrebbe approfittare per estendere il proprio potere. Proprio il Cantone ospite del WEF, candidato alle Olimpiadi e azionista di maggioranza, cioè il Canton Grigioni, invece di assursi la propria responsabilità, lascia alla multinazionale energetica cantonale carta bianca. Bisogna fare in modo che questa annunciata catastrofe sociale e ambientale venga arrestata, seppure all’ultimo minuto.
Atteggiamento irresponsabile
Dal 2005 Repower è responsabile della pianificazione di una Centrale a carbone dalla potenza di 1320MW a Saline Joniche, con un costo di 1.5 miliardi di Euro. A tale scopo ha fondato la consociata Saline Energie Ioniche (SEI SpA). Il suo direttore, presidente del consiglio d’amministrazione e membro di direzione della Repower Fabio Bocchiola, ha sprezzantemente definito i calabresi come “ignoranti”. Repower è azionista di maggioranza della SEI. Uno dei partner di Repower, il gruppo HERA, in Italia viene accusato di corruzione, infrazioni e contatti con la Camorra.
La nuova Centrale a carbone dispenserà annualmente 7.5 tonnellate di diossido di carbonio (sei volte la quantità del Canton Grigioni) e quantità spropositate di altri veleni che graverebbero pesantemente sul clima e sull’ambiente. Mentre per raggiungere il traguardo fissato a livello internazionale di contenere l’aumento della temperatura al di sotto dei 2°C rispetto ai livelli preindustriali , bisognerebbe, secondo lo studio del politecnico federale (ETH), IIASA e NACAR, disattivare a livello mondiale 550 Centrali a carbone a partire dal dicembre 2012.
Repower espone senza scrupoli la popolazione ad almeno 44 casi di morte prematura come pure a 350 milioni di Euro annui per spesa sanitaria e ambientale aggiuntiva che andrà a discapito dello Stato Italiano. Per raggiungere il suo traguardo Repower non esita a usare campagne di disinformazione, mistificazione, mezze-verità e bugie.
In Calabria l’opposizione al progetto è capillare e quasi totale. Repower si pone al di sopra del Governo e del Parlamento Calabrese come pure sopra le proteste della popolazione, dei Comuni interessati. La Multinazionale a prevalenza svizzera di continuo denigra chi è contro il carbone e denigra pure l’iniziativa civica del “Coordinamento Associazioni Area Grecanica per la difesa della salute e del territorio NO AL CARBONE”, che rappresenta più di 90 associazioni e organizzazioni.
Repower si è impegnata peraltro a coprire finanziariamente solo una quota dell'investimento per Saline Joniche, al massimo un quinto del totale, essendo interessata ad usufruire solo di una parte dell'energia potenzialmente producibile. Il resto dovrebbe essere affidato al non meglio esplicitato mercato dell'energia. La pianificazione di una Centrale energetica con un rendimento superiore ai 1000MW in realtà serve unicamente come escamotage per aggirare il limite legale e per ottenere la concessione. Il Governo Berlusconi, ha creato le premesse.
La Calabria attraverso il suo Piano energetico approvato nel 2005, tutt’ora attuale, ha fatto una scelta netta per il risparmio energetico e le fonti rinnovabili escludendo tassativamente il carbone. quale fonte di produzione di energia. Contro l' approvazione avvenuta in data 15 giugno 2012 da parte del Primo Ministro Monti del Rapporto di valutazione impatto ambientale, la Regione Calabria ha inoltrato ricorso il 29 settembre 2012 al TAR del Lazio. Si sono aggiunti il Comune di Montebello Jonico, numerosi altri Comuni, nonchè un coordinamento di 12 associazioni di produttori agricoli. Greenpeace, WWF, Legambiente e LIPU hanno presentato il loro ricorso collettivo, inoltrato sempre al TAR del Lazio, il 27 novembre 2012 a Roma e il 5 dicembre hanno dato inizio a Reggio Calabria alla campagna nazionale “Da Saline Joniche a Doha la stessa sfida: STOP AL CARBONE!”. La popolazione locale sostiene gli sforzi con l’azione “No al Carbone in ogni balcone“ (bandiere di protesta sulle case, finestre e balconi). In seguito alla decisione di Roma diversi noti musicisti nei loro tour estivi si sono esibiti indossando magliette nere con la scritta „No al Carbone“, e in poche settimane sono state raccolte più di 7000 firme contro la centrale di Saline Ioniche.
Repower conduce consapevolmente, tramite ingannevoli comunicati stampa, filmati pubblicitari, presentazioni e cartelloni, una campagna di manipolazione dell’opinione pubblica e di stravolgimento della verità dei dati scientifici e progettuali e diffonde bugie lampanti (p.es. che l’anidride carbonica è innocua). Nega inoltre l’incremento di tumori, malattie e morti nelle vicinanze di Centrali a carbone, diffonde false informazioni sulla direzione dei venti, cerca di nascondere i pagamenti ai sostenitori del carbone. In occasione della manifestazione Anti-Carbone del 27 agosto 2011 a Coira, con circa 500 partecipanti, la Repower ha finanziato 30 manifestanti calabresi pro-carbone, con viaggio, vitto e alloggio per una contro-manifestazione. Il portavoce di Repower Werner Steinmann e il comitato a favore “Vedere Chiaro” che ha incassato il finanziamento,hanno prima negato poi sono stati costretti ad ammettere, seppure cercando goffamente di mascherare il tutto come “strategia comunicativa”. La diffamazione degli oppositori al carbone da parte della SEI Saline Energie Joniche, immagine italiana di Repower, è sistematica.
Il progetto si trova al centro di una zona a forte densità mafiosa, dove si rileva una pesante influenza dei clan mafiosi. Come confermato dal sostituto procuratore calabrese e grande esperto di ‘Ndrangheta Nicola Gratteri alla Televisione Svizzera il 13 settembre 2012, bisogna presupporre che la ‘Ndrangheta pretenderà da Repower il 4% dell’importo di costruzione (equivalente a ca. 60 milioni di Euro), che si intrometterà nell’assegnazione degli appalti e dei posti di lavoro ed è improbabile che la Repower possa sottrarsi a questa pressione. Va considerato parallelamente che nell'Area Grecanica e in generale in Calabria è in atto un palpabile sforzo di liberazione della “malapianta“ mafiosa, portato avanti dalla società civile, dalle associazioni antimafia, da operatori e impreditori, ma anche da istituzioni locali e regionali. Alimentare, attraverso investimenti rischiosi, I circuiti della cattiva politica e della cattiva economia, significherebbe vanificare tali sforzi e rinvigorire le forze dell'illegalità e dell'antistato. Viceversa, investimenti utili, controllati e socialmente desiderati rafforzerebbero il tessuto della legalità, sottraendo energie umane al ricatto occupazionale e alla malavita organizzata.
Conseguenze
Le Centrali a carbone emettono, oltre al gas-killer per l’ambiente CO2 ( anidride carbonica), un Cocktail di sostanze nocive: tonnellate di polveri fini, diossido di zolfo, diossido d’azoto, diossina, nickel, mercurio, arsenico, benzolo, manganese e altre. Nei dintorni delle Centrali a carbone non sussiste alcuna possibilità per l’agricoltura. La Centrale a carbone di Repower condurrà a un sostanziale inquinamento dell’aria, a danni per la salute e a cambiamenti della flora e fauna marina di una parte dello “Stretto di Messina”. Una zona di protezione ornitologica di livello Europeo (Area SIC) e numerosi siti archeologici sono seriamente minacciati. Lo stesso Ministero dei Beni Culturali del Governo, proprio per l'importanza di questo patrimonio, ha espresso formale parere negativo all'impianto a carbone, rinnovando sempre nel tempo tale netta e motivata contrarietà. Uno studio di Greenpeace di ottobre 2012 prevede tramite l'impiego della metodologia consolidata dell’Agenzia Europea per l’Ambiente EEA che localmente ci saranno annualmente 44 morti premature e 350 millioni di Euro di danni all’ambiente e alla salute. Annualmente!
Già piccoli cambiamenti del microclima metterebbero in pericolo la coltivazione del Bergamotto (straordinario e unico agrume) usato in medicina, cosmetica, profumeria e gastronomia (p. es. Tè Earl Grey) che cresce, quale miracolo climatico e testimonial mondiale di biodiversità UNICAMENTE lungo la costa ionica della Calabria (cioè in nessun altro posto al mondo!). Migliaia di posti di lavoro nella svantaggiata regione con un'alta quota di disoccupati sono in pericolo. Una perdita peraltro non compensata dai miseri 140 posti di lavoro (dati ufficiali SEI-Repower) che verrebbero impiegati nella Centrale.
Nelle regioni di estrazione del carbone come Colombia, India e Cina, come conseguenza dell’avidità si arriva alla corruzione, disprezzo dei diritti umani, espulsioni e assassini. L’ambiente viene irrimediabilmente avvelenato e inquinato, molti bambini e adulti si ammalano e muoiono. Christine Lagarde, Presidente del Fondo Monetario Internazionale, ha stimato nel giugno 2012 che le morti dovute al carbone nella sola India ammontano a 70'000. Annualmente. Tramite il trasporto del carbone da oltremare si determinano altri grossi impatti ambientali.
Posizione attuale e rivendicazioni all’azienda
Senza tenere in nessun conto le contrarietà e le proteste in Italia e anche in Svizzera, incosciente dei danni enormi alla propria reputazione e alla nazione che rappresenta, indifferente al rischio concreto di una grave crisi finanziaria che si riverserebbe soprattutto sull' azionista principale, il Canton Grigioni, Cantone turistico e candidato al “Olimpico”, Repower, Governo Grigionese e i consiglieri d’amministrazione grigionesi proseguono, accompagnati dai consiglieri d’amministrazione di AXPO e Alpiq, nella loro strategia “fossile” votata nel 2003/2004.
Incapaci e sordi alla necessità di adeguarsi spontaneamente ai cambiamenti delle condizioni politico-energetiche e climatiche, Repower e il Governo Grigionese devono essere portati alla ragione tramite l’assegnazione del Publiceye Award 2013 e tramite l’iniziativa popolare “SI all’energia pulita senza carbone” con cui il popolo grigionese è chiamato a esprimersi il prossimo 22 settembre 2013. Senza che ci debba pensare la Magistratura Italiana o un eventuale prossimo indirizzo del nuovo governo.
Buone alternative alle sventurate centrali a carbone ci sono. La stessa Repower nel porre fine al progetto “carbonifero” di Saline Joniche, può mettere in campo nello stesso territorio una nuova strategia rispettosa dell’ambiente e del clima, in sintonia con la politica energetica e ambientale calabrese e italiana che peraltro riceverebbe l’approvazione e il sostegno di tutta la popolazione locale. Governo e Parlamento del Canton Grigioni devono prendere le distanze dai progetti di centrali a carbone e agire per porre fine al progetto “kamikaze” di Repower, nell’interesse dell’ambiente, del clima, del Canton Grigioni e della meravigliosa e oltraggiata terra di Calabria che vuole iniziare il suo rilancio partendo dalla tutela ambientale e dalla promozione turistica. Repower non deve cedere il progetto a dei concorrenti. La catastrofe ecologica, sociale e finanziaria può ancora essere impedita. Un segnale si attende per un cambio di scenario.
Ulteriori informazioni:
No al carbone, Coordinamento Associazioni Area Grecanica: www.nocarbonesaline.it
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IGNORANTI Docufilm Saline Joniche
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