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Der Regisseur Rahul Jain präsentiert mit MACHINES eine sehr intime, aufmerksame Darstellung des Rhythmus des Lebens und der Arbeit in einer gigantischen Textilfabrik in Gujarat, Indien.

Dokumentarfilm, Indien / Deutschland / Finnland, 2016

Es brodelt, zischt und rattert. Berge von Stoff, Hallen mit riesigen Maschinen, Korridore voller Dunstwolken. Die Kamera gleitet durch die labyrinthischen Räume. Überall arbeitende Menschen – die einen hellwach und konzentriert, andere müde und stoisch. Wir sind in einer Textilfabrik in Gujarat, Indien. Maschinen müssen überwacht werden, Farben und Chemikalien kontrolliert, Stoffballen bereitgestellt. Tageslicht fällt kaum in die Räume. Die Schichten dauern lange, gearbeitet wird rund um die Uhr. Regisseur Rahul Jain entführt mit «Machines» an einen Ort, der den Blicken normalerweise entzogen bleibt. Sein Film ist eine intensive Darstellung des Rhythmus’ in einem Arbeitskosmos, der das ganze Leben der Angestellten bestimmt. Er zeigt die alltägliche Ausbeutung an diesem Ort der Massenproduktion für unsere globalisierte Welt. Und macht deutlich, welch hohen Preis die Arbeiter zahlen für die Kleider, die in unseren Schränken hängen. Am Zurich Film Festival wurde «Machines» als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet, am Sundance Film Festival die Kameraarbeit prämiert. Mit einer starken Bildsprache, unvergesslichen Aufnahmen und sorgfältig ausgewählten Interviews mit einzelnen Arbeitern erzählt Rahul Jain eine Geschichte von Ungleichheit, von Menschen und Maschinen.

 

Weitere Infos unter www.filmcoopi.ch

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