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Brisante Studie: Wie die Steuerflucht die Entwicklung behindert und was die Schweiz daran ändern kann

2. Juli 2012

Zürich/Bern, 02.07.2012 - Durch die Steuerhinterziehung von Privatpersonen und die Steuervermeidungspraktiken multinationaler Unternehmen fliessen jedes Jahr Milliardenbeträge aus den Entwicklungsländern ins Ausland ab. OECD-Schätzungen beziffern diesen jährlichen Verlust auf rund 850 Milliarden Dollar. Das ist fast das Siebenfache der weltweiten öffentlichen Entwicklungshilfe. Die Schweiz ist speziell gefordert, hier umgehend wirksame Gegenmassnahmen zu ergreifen.

Mit der Beantwortung eines Postulats der nationalrätlichen Wirtschaftskommission hat der Bundesrat kürzlich erstmals grundsätzlich anerkannt, dass es aus «entwicklungspolitischer Logik» und «zum Erhalt der Reputation des Finanzplatzes Schweiz» nötig ist, den steuerlichen Informationsaustausch auch «Entwicklungsländern aller Entwicklungsstufen» zu gewähren. Die Schweiz muss jetzt dafür sorgen, dass der faktische Doppelstandard zwischen den OECD-Ländern und der grossen Mehrheit der Entwicklungs- und Schwellenländer in der Gewährung von steuerlich relevanten Informationen rasch aufgehoben wird.

Die neue Broschüre von Alliance Sud und der Erklärung von Bern zeigt auf, wie die Schweiz die Entwicklungsländer in ihrem wichtigen Kampf gegen die internationale Steuerflucht unterstützen kann.

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