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Ethical Fashion: Die EvB lanciert alternativen Zürcher Shopping Guide

13. Juni 2007

Zürich, 13.06.2007 - Mode bewusster zu entdecken, dazu lädt der neue Zürcher Einkaufsführer der Erklärung von Bern (EvB) ein. Darin sind all jene Boutiquen, Detailisten und Textilgeschäfte verzeichnet, die hippe Kleider, Schuhe und Textilien mit ethisch-ökologischer Produktion verbinden. Der wegweisende Stadtplan „mode bewusst“ lokalisiert immerhin 108 Orte mit nachhaltigem Chic.

Vom Hottingerplatz durch die Altstadt, entlang der Limmat bis in den szenigen Kreis 5 lässt sich mit diesem Stadtführer in der Hand shoppen - vergnüglich und ohne Gewissensbisse. Über hundert Geschäfte in der Zürcher City firmieren als farbige Piktogramme auf diesem EvB-Stadtplan. Und alle verkaufen modische Klamotten, Schuhe und Heimtextilien, die ökologisch und sozial korrekt hergestellt wurden. Der Stadtplan verbessert so die Transparenz für die Kundschaft und schafft Anreize für Anbieter, die von der Clean Clothes Campaign (CCC) propagierten Standards für gerechte Kleidung zu respektieren. „Der aktuelle Ethik-Boom bringt uns diesem Ziel einen Schritt näher“, sagt Stefan Indermühle, Koordinator der CCC-Schweiz.

Auf den ersten Blick schon ist erkennbar, dass sich nachhaltiges Einkaufen längst nicht mehr auf einzelne Alternativ-Designer und Drittweltläden beschränkt. Der kostenlose Shopping Guide zeigt, dass die Angebote vielfältiger und trendiger geworden sind und sich wachsender Nachfrage erfreuen. “Mode bewusst“ liefert Orientierungshilfe im ethisch-ökologischen Schweizer Fashion-Markt. Weil Zürich diesbezüglich nationale Ausstrahlung hat, ist das Laden-Verzeichnis auch für Nicht-Zürcher interessant.

Die Idee zu diesem innovativen Produkt hatte die Zürcher Regionalgruppe der EvB. In dem Projekt stecken denn auch über 500 Stunden freiwilliger Arbeitszeit. Mit grossem Enthusiasmus wurden all jene Geschäfte recherchiert, die den strengen EvB-Kriterien gerecht werden. Dabei stützt sich die EvB auf die Bio-Zertifizierung in der Landwirtschaft und auf das Fairtrade-Label von Max Havelaar. Neben «Bio» und «Fairtrade» erscheinen noch zwei weitere Kriterien: «sozial» für Kleider von Firmen, welche die Arbeitsbedingungen in den Fabriken durch Verifizierungsstellen wie die Fair Wear Foundation prüfen lassen. Und «lokal» für jene Jungedesigner und Modelabel, die ausschliesslich in der Schweiz produzieren lassen. Ebenfalls aufgeführt sind Secondhandläden, die dem Nachhaltigkeitskriterium „Recycling“ entsprechen.

Einladung zur Stadtplan-Vernissage am Dienstag, 19. Juni von 17 bis 19 Uhr im Le Chic Shop an der Josefstrasse 45 im Zürcher Kreis 5. Le Chic Shop ist mit rot-grünem T-Shirt-Symbol auf dem Stadtplan eingetragen. Grün steht hier für die Artikel aus Biobaumwolle des Eigenlabels „Chic Happens“ und rot für die Kollektion Chantal Pochon, die vollständig in der Schweiz produziert wird.

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