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Grundsätze der Good Governance krass missachtet

12. März 2000

12.03.2000 - Soeben wurde Horst Köhler als neuer Managing Director des Internationalen Währungsfonds gewählt. Eine demokratische Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Kandidatinnen oder Kandidaten aufgrund ihrer Positionen und Qualifikationen gab es allerdings nie. Die nördlichen Regierungen haben damit die Grundsätze der Good Governance (Demokratie, Transparenz, Rechenschaft), auf die sie sich in der internationalen Entwicklungs- und Finanzpolitik gerne berufen, krass missachtet. 

Die Schweiz hat die Good Governance zu einem Schwerpunkt ihrer Politik in den internationalen Finanzinstitutionen gemacht. Die Erklärung von Bern ruft den Bundesrat auf, sich nun für eine Öffnung und Demokratisierung des Internationalen Währungsfonds einzusetzen. Dazu gehören offene Auswahlverfahren für die Leitungsposition, eine verbesserte Transparenz und eine demokratischere Stimmrechtsverteilung, damit die Macht über den IWF nicht allein in den Händen der USA und der EU konzentriert bleibt.

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