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Konkret und umfassend: Die Rohstoffmarktaufsicht Schweiz (ROHMA) wirkt gegen Rohstoff-Fluch und Reputationsrisiken

1.9.2014, 1. September 2014

Durch mehr Korruption, Ungleichheit und Konflikte leiden viele Entwicklungsländer unter ihrem Rohstoffreichtum, statt davon zu profitieren. Als weltweit wichtigster Rohstoffplatz trägt die Schweiz massgeblich zu diesem „Rohstoff-Fluch“ bei. Die unabhängige Rohstoffmarktaufsicht Schweiz gibt hier endlich Gegensteuer und reguliert diesen risikoreichen Sektor mit einem massvollen Mix aus Sorgfalts- und Transparenzpflichten.

(c) Martin Bichsel

Die Schweiz hat die Bedeutung ihres Rohstoffsektors inzwischen erkannt. Und drei Jahre nach Publikation des Buchs «Rohstoff – Das gefährlichste Geschäft der Schweiz» von der Erklärung von Bern (EvB) sind sich Politik und Öffentlichkeit auch der Risiken dieser Branche bewusst. Doch die realen Probleme werden immer noch verdrängt und auf überzeugende Lösungsvorschläge wartet die Schweiz bislang vergebens. Vor diesem Hintergrund und den Erfahrungen mit dem Finanzplatz schlägt die EvB deshalb die Etablierung einer Rohstoffmarktaufsicht (ROHMA) vor. Das Beispiel Finanzmarkt zeigt, dass die Schweiz heute schon sektorielle Regulierung in Hochrisikobereichen praktiziert. Die ROHMA wäre Garantin eines verantwortlichen und wettbewerbsfähigen Rohstoffplatz Schweiz, der mithilft, dass die Förderländer ihren Reichtum zum Wohl ihrer Bevölkerungen nutzen können.

Aktiv unterstützt wird diese detailliert ausgearbeitete EvB-Idee vom prominent besetzten, achtköpfigen ROHMA-Verwaltungsrat. VR-Mitglied und Alt-FDP-Ständerat Dick Marty meint, „durch ROHMA würden schwarze Schafe abgeschreckt und korrekt agierende Firmen gestärkt. Dies ist im Interesse unserer Wirtschaft und unseres Landes.“ Der ebenfalls im Aufsichtsgremium der unabhängigen Behörde vertretene Korruptionsexperte und Strafrechtsprofessor Mark Pieth weist darauf hin, dass „der automatische Informationsaustausch und das Ende vom Schweizer Bankgeheimnis vor 10 Jahren noch als völlig unrealistisch abgekanzelt wurde. Heute ist beides Realität. Wie lange wird es bis zur Rohstoffmarktaufsicht Schweiz dauern?“ Und seine ROHMA-VR-Kollegin Monika Roth, Compliance-Expertin und Professorin für Finanzmarktrecht, fordert: „Die Schweiz sollte mit Regeln vorangehen und nicht wieder warten, bis sich die Schlinge ausländischer Initiativen zuzieht.“

Dieser EvB-Vorschlag ist kein blosses Positionspapier, sondern eine umfassende Behörden-Website mit grosser Informationstiefe und allen Service-Elementen. Auf www.rohma.ch finden sich neben den neu geschaffenen Gesetzesgrundlagen und dem Aufsichtsmandat der ROHMA auch Darstellungen des Lizensierungsprozesses und der Wirkungsweise sowie konkrete Listen mit beaufsichtigten oder zur Beaufsichtigung empfohlenen Rohstoff-Firmen. Mit der ROHMA könnte die Schweiz wichtige Pionierarbeit leisten und vom Teil des Problems zu einem Teil der Lösung des Rohstoff-Fluchs werden.

 

Mehr Informationen hier oder bei

Oliver Classen, Mediensprecher ROHMA, oliver.classen[at]rohma.ch, +41 (0)44 277 70 06

Hintergrundpapier: Mit einer Rohstoffmarktaufsicht gegen die Regulierungsoase (PDF, 1.7 MB)

— In diesem Hintergrundpapier wird erörtert, wie der Rohstoff-Fluch mit dem Handelsplatz Schweiz verknüpft ist und welche politische Verantwortung daraus erwächst.

Plaidoyer pour une autorité de surveillance du secteur des matières premières (PDF, 1.8 MB)

— Ce papier analyse le rôle de la Suisse dans la malédiction des matières premières et ses responsabilités politiques.

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