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Kontrollergebnisse aus indischen Bekleidungsfabriken

12. Dezember 2002

Zürich und Lausanne, 12.12.2002 - Das Pilotprojekt zur unabhängigen Kontrolle, das von der Clean Clothes Campaign (CCC) und der Migros, Switcher und Veillon zur Überprüfung der Einhaltung der Bestimmungen des Verhaltenskodex im Jahr 2000 gestartet wurde, hat seine ersten Berichte veröffentlicht.

Das Pilotprojekt zur unabhängigen Kontrolle wurde im April 2000 gestartet. Zuvor rief die schweizerische Clean Clothes Campaign (CCC), eine Kampagne die von Brot für alle, der Erklärung von Bern und dem Fastenopfer getragen wird, die Bekleidungsfirmen dazu auf, einen gemäss der Vorlage der CCC vollständigen Kodex einzuführen und diesen bei sämtlichen Lieferanten und Unterlieferanten umzusetzen. Diesem Aufruf kamen drei Schweizer Bekleidungsdetaillisten nach. Sie gaben sich einen Verhaltenskodex und vereinbarten, einen Mechanismus zur Überprüfung der Umsetzung des Kodex‘ zu testen.

Nachdem mehrere Monate dafür aufgewendet wurden, um mögliche lokale Partner in den zwei ausgewählten Ländern (Indien und China) zu bestimmen, wurden im September 2001 die ersten Besuche von drei Lieferanten in Tamil Nadu (Südindien) durchgeführt. Lokale indische SozialwissenschafternInnen waren an der Befragung der Arbeiterinnen und Arbeiter beteiligt. Zudem wurden Revisoren mit der Kontrolle der Produktionsanlagen und der einschlägigen Akten beauftragt. Nach den ersten Kontrollen wurden von den Schweizer Firmen zusammen mit ihren indischen Lieferanten Anpassungsmassnahmen formuliert. Ein Nachkontrollbesuch zur Umsetzung der Massnahmen fand im Oktober 2002 statt. Während dem vom Pilotprojekt sehr ausführliche Berichte über die Ergebnisse den Firmen und ihren Lieferanten zugestellt wurden, wurden die Zusammenfassungen der Ergebnisse jetzt auf der Homepage der CCC (unter: www.cleanclothes.ch) veröffentlicht.

Diese Zusammenfassungen geben eine kurze Einführung zum gesetzlichen Rahmen, der Methodologie und einige Hintergrundinformationen zu den Fabriken. Darauf wird das Niveau der Einhaltung des Verhaltenskodex‘, der von jeder Firma angenommen worden ist, beurteilt. Ein besonderes Augenmerk wird den gemeinsam mit den Lieferanten vereinbarten Anpassungsmassnahmen geschenkt. Dabei sollen die eingeführten Verbesserungen erfasst und die verbleibenden Fragen festgehalten werden. Jede Zusammenfassung endet mit einem Ausblick auf mögliche, künftige Verbesserungen.

Das, ursprünglich auf 18 Monate festgesetzte Pilotprojekt wurde bis im Januar 2003 verlängert, um auch die Nachkontrollbesuche der zwei chinesischen Lieferanten durchzuführen. Diese Besuche werden Anfang 2003 realisiert und die Zusammenfassung dieser Berichte werden bis Ende Januar 2003 ebenfalls auf der genannten Homepage veröffentlicht.

Die Clean Clothes Campaign erwägt mit den drei Firmen zur Zeit mögliche Szenarien, die nach dem Abschluss des Pilotprojektes umgesetzt werden können. Schliesslich sollte darauf hingewiesen werden, dass dank der Beteiligung von lokalen Partnern in beiden Ländern gegenwärtig Schulungsprogramme zu den Bestimmungen des Kodex und über das indische respektive das chinesische Arbeitsrecht am Laufen sind.

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