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Lernfähige Outdoor-Branche: Jack Wolfskin und Transa treten hohem Sozialstandard bei

8. Juli 2010

Zürich, 08.07.2010 - Die Überzeugungsarbeit von EvB und Clean Clothes Campaign (CCC) trägt Früchte: Die Outdoor-Markenfirma Jack Wolfskin und der Outdoor-Händler Transa sind Anfang Juli der Fair Wear Foundation beigetreten. Die beiden Unternehmen verpflichten sich damit dem weitest gehenden Sozialstandard der Textilbranche.

Vor knapp einem Jahr haben EvB und CCC die erste Firmenbewertung von Outdoor-Spezialisten durchgeführt. Dabei wurden 16 international tätige Firmen sowie 13 KMU unter die Lupe genommen. Rund die Hälfte der grossen Outdoor-Produzenten war damals nicht bereit, Auskunft zu ihrem sozialen Engagement zu geben. Das Bild zeigte eine Branche, die zwar einiges in den Umweltbereich und das Outdoor-Erlebnis investiert, beim Thema Transparenz und verbesserte Arbeitsbedingungen in ihren Fabriken aber grosse Mängel aufweist. Das neue Outdoor-Firmenranking von EvB/CCC geht am 1. November online.

Umso erfreulicher ist der am 1. Juli vollzogene Beitritt des deutschen Outdoor-Konzerns Jack Wolfskin zur Fair Wear Foundation (FWF). Nach Mammut und Odlo verpflichtet sich damit bereits ein dritter grosser Outdoor-Player zur Einhaltung umfassender Sozialstandards in seiner Konfektionierung. Mit Transa hat zum selben Zeitpunkt auch der grösste Schweizer Outdoor-Detailhändler nachgezogen.

FWF-Mitglieder unterschreiben einen verbindlichen Verhaltenskodex, der u.a. eine der CCC-Kernforderungen beinhaltet: die Bezahlung eines existenzsichernden Lohns für alle Arbeiterinnen in den Produktionsstätten. Zudem werden die Bemühungen der Mitgliedsfirmen von unabhängiger Seite verifiziert. Dazu gehört nebst Stichproben in den Fabriken vor Ort auch ein jährliches Managementsystem-Audit, bei dem untersucht wird, inwiefern sich interne Abläufe der Einkaufs- und Geschäftspolitik auf die Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken auswirken. Drittes Element der Verifizierung ist ein Beschwerde-Mechanismus für ungerecht behandelte Arbeiterinnen. Dank diesem Dreischritt ist die FWF-Mitgliedschaft heute der umfassendste Sozialstandard in der Bekleidungsindustrie.

Die Clean Clothes Campaign (CCC) setzt sich für Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in der globalen Bekleidungsindustrie ein. Sie unterhält nationale Kampagnen in 14 europäischen Ländern und ein Netzwerk von 250 Organisationen weltweit. In der Schweiz wird die CCC-Arbeit von der Erklärung von Bern koordiniert und von 19 nationalen NGO mitgetragen.

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