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Neue Ideen für den Bildungsplatz Schweiz

28. Oktober 2002

Bern, 28.10.2002 - Die PISA-Studien haben es zutage gefördert: Im schweizerischen Bildungswesen besteht Handlungsbedarf. Nun gehen 11 Nichtregierungs-Organisationen (NGO) aus Umwelt, Jugend und Entwicklung - darunter die EvB - in die politische Offensive und weisen mit einer „Bildungs-Charta für eine nachhaltige Entwicklung“ die Richtung für einen zukunftsfähigen Bildungsplatz Schweiz.

Nachhaltige Bildung ist ein Grundpfeiler für nachhaltige Entwicklung: Deshalb fordern die NGO’s mit einer Bildungs-Charta, dass ökologische und soziale Lernziele zum Kernauftrag der Schulen auf allen Stufen - vom Kindergarten über die Universität bis zur Erwachsenenbildung – gehören. Denn Menschen, die die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhänge kennen und verstehen, sind eher fähig und willens, umweltverantwortlich und sozial zu handeln.

Obwohl die Schweiz sich mehrmals zu einer Bildung der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet hat, gibt es heute keine entsprechende Bildungspolitik. Wird davon ausgegangen, dass Bildung ein bedeutender Rohstoff für die Schweiz ist, ist Bildung für eine nachhaltige Entwicklung die wichtigste Investition für die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes.

Bildung ist Gold wert: In die Bildung investieren, heisst demnach in die Zukunft investieren: Nach dem Volksnein zur Solidaritätsstiftung macht deshalb die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) den Vorschlag, einen Teil des Golderlöses in die Bildung zu investieren. Konkret fordern die Jugendverbände, dass der im OR festgehaltene „Jugendurlaub“ propagiert und bezahlt wird, und Jugendliche die Möglichkeit für ein „Freiwilliges Soziales Jahr“ erhalten.

Umweltbildung: „Eine ökologische Bildungsoffensive“ auf allen Stufen fordern die Umweltverbände. Dafür braucht es die Verankerung der Umweltbildung in der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung, ökologische Ausbildungsziele in sämtliche Bildungsreformen und den Aufbau und die Stärkung ökologischer Kompetenzzentren und Zukunftswerkstätten in Berufsschulen, Fachhochschulen und Universitäten.

Bildung gegen die neue Armut: Bildung ist die wichtigste Massnahme gegen Armut: Aus dieser Erkenntnis heraus unterstützen die Hilfswerke die Bildungs-Charta und verlangen, dass die Schweiz mit Weiterbildungsprojekten wenig qualifizierte Personen und mit Impulsprogrammen den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen unterstützt.

Unterschrieben wurde die Bildungs-Charta von folgenden Organisationen: WWF Schweiz, Greenpeace, Pro Natura, Equiterre (früher Schweizerische Gesellschaft für Umweltschutz, SGU), VCS, Swissaid, Helvetas, Brot für alle, Terre des hommes, Erklärung von Bern (Deutschschweizer Sektion) und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände.

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