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16. Juli 2004

Zürich, 16.07.2004 - Rund 80 Schweizer Restaurants eröffnen morgen Samstag, 17. Juli, die Aktionswochen von SWISSAID, Greenpeace und der Erklärung von Bern zum UNO-Jahr des Reises. Die Aktion ist ein Beitrag im Kampf für eine gentechfreie, nachhaltige Landwirtschaft. Das Ziel ist eine Landwirtschaft, welche die Bedürfnisse der Millionen von Kleinbauernfamilien im Süden respektiert und den Schutz der Umwelt ernst nimmt.

Vom 17. bis zum 31. Juli unterstützen rund 80 Restaurants die Kampagne von SWISSAID, Greenpeace und der Erklärung von Bern zum UNO-Reisjahr mit dem Auflegen von Tischsets und Infobroschüren. Darin werden die Gäste über Gentech-Reis, den damit verbundenen Risiken und über die falschen Versprechungen der Industrie informiert.

Reis ist das wichtigste Nahrungsmittel weltweit. Die Hälfte der Weltbevölkerung ernährt sich mehrheitlich von Reis. Das von der FAO ausgerufene Internationale Reisjahr will über Steigerungen in der Reisproduktion die Ernährungssituation in armen Ländern verbessern. Dabei werden auch die angeblichen Potentiale gentechnisch veränderter Reissorten gepriesen. Erfahrungen mit gentechnisch veränderten Mais- und Sojapflanzen in Argentinien und den USA zeigen jedoch, dass Umwelt und Kleinbauern die Kosten dieser risikoreichen Technologie tragen.

In Asien, wo der Grossteil der weltweiten Reisproduktion stattfindet, wehren sich Bauernorganisationen gegen die drohende Einführung von Gentech-Reis. Betroffene aus Indonesien sprechen Klartext: „Wir wehren uns vehement gegen die Behauptung, wir seien auf Gentechnologie angewiesen, um unsere Nahrungsmittel, insbesondere Reis, zu produzieren.“

SWISSAID, Greenpeace und die Erklärung von Bern fordern in ihrer gemeinsamen Kampagne, dem Anbau von Gentech-Reis Einhalt zu gebieten. Vom Gentech-Reis profitieren Agro-Konzerne auf Kosten von Bauern und Umwelt. Die Trägerorganisationen unterstützen eine Agrarforschung, welche ökologische Lösungen zusammen mit den Bäuerinnen und Bauern erarbeitet sowie ihr Wissen und ihre Interessen ernst nimmt.

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