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Rive-Reine: Morgen startet die von Nestlé organisierte Geheimtagung

16. Januar 2011

Zürich, 16.01.2011 - Nachforschungen der Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace haben ergeben, dass sich die Schweizer Wirtschafts- und Politelite morgen Nachmittag einmal mehr bei Nestlé zu einem Hinterzimmertreffen einfindet. Die Trägerorganisationen des Public Eye fordern endlich Transparenz über Inhalte, Teilnehmer und Resulate der alljährlichen „Rive-Reine“-Tagung am Genfersee.

Morgen gegen 18 Uhr strömen im Nestlé-Tagungszentrum Rive-Reine wieder auf leisen Sohlen die Spitzen von Schweizer Wirtschaft und Politik zusammen. Niemand soll erfahren, welche Konzernchefs, Parteiführer und Bundesräte hier was besprechen: „Unser Gedankenaustausch findet ohne Publizität statt“, steht jeweils in der von der Nestlé-Führung verschickten Einladung. Mitorganisiert wird das auch 2011 wieder im Vorfeld von Davos stattfindende „Schweizer WEF“ vom Wirtschaftsverband Avenir Suisse und der NZZ, die darüber jedoch nie berichtet. Gerhard Schwarz, Ex-NZZ-Wirtschaftsressortleiter und neuer AS-Chef, moderiert die Tagung.

Das diskrete Machtkartell widmet sich strategischen Schlüsselfragen von höchster Relevanz. Hauptthemen sind diesmal dem Vernehmen nach Demografie und Migration. Die hinter verschlossenen Türen von einer unheiligen Allianz aus Firmenbossen und Spitzenpolitikerinnen gesetzte wirtschaftspolitische Agenda desavouiert nicht nur die Wählerinnen und Wähler, sondern auch das Schweizer Parlament. Brisant wird sein, ob die 2010 nicht anwesende SP wieder dabei ist oder trotz ihres im Vorjahr geäusserten Unbehagens über die „Heimlichtuerei“ weiter mitmauschelt.

Greenpeace und die EvB fordern von Nestlé und seinen prominenten Gästen endlich volle Transparenz: Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu wissen, wer sich in Rive-Reine trifft, was diskutiert wird und welche Ergebnisse erzielt werden.

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