Navigationspfad

Zurück zur Übersicht

«The Public Eye on Davos» fordert politische Regeln für die Wirtschaft

15. Januar 2002

Zürich, 15.01.2002 - Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat zuviel Einfluss auf die Politik, finden die Erklärung von Bern und Pro Natura - und schaffen mit "The Public Eye on Davos" ein Gegengewicht zum Jahrestreffen des WEF in New York. Im Gegensatz zum WEF ist die «The Public Eye»-Konferenz öffentlich.

Drei Wochen vor der Abreise nach New York stehen die Themen der „Public Eye on Davos“-Konferenz fest. Die Trägerorganisationen des „Public Eye“ bieten mit ihrer Veranstaltung Vertreterinnen und Vertretern aus nördlichen und südlichen Ländern eine Plattform, um ihre Kritik an der einseitigen wirtschaftlichen Globalisierung zu formulieren. Darüber hinaus diskutieren sie Alternativen einer gerechten und nachhaltigen Weltwirtschaft. Die "Public Eye"-Konferenz findet vom 31. Januar bis 3. Februar 2002 im UNO Kirchenzentrum statt, in der Nähe des Nobelhotels Waldorf Astoria, wo das WEF gastiert.

 

Privatisierung der Weltpolitik

Das WEF ist eine private Vereinigung der weltweit grössten Konzerne. Es will den Einfluss der Wirtschaft auf die internationale Politik ausbauen und treibt die Liberalisierungs- und Globalisierungsprozesse voran. Deshalb sind zum WEF Jahrestreffen neben den Mitgliedern des Forums auch hochrangige Politiker eingeladen. Im privaten Rahmen und unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutieren sie Themen von weitreichender politischer Relevanz stellen entscheidende wirtschaftspolitische Weichen.

WEF leistet Ausbeutung Vorschub

 

"Die Kritik des Public Eye on Davos richtet sich nicht gegen die Globalisierung an sich, sondern gegen die Tatasache, dass davon vor allem die Industrieländer und ihre Konzerne profitieren. Das WEF leistet dieser wirtschaftlichen Globalisierung Vorschub", kritisiert Matthias Herfeldt von der Erklärung von Bern. Damit das Ziel einer sozialen und ökologischen Wirtschaftsentwicklung erreicht werden kann, muss der globale Liberalisierungsprozess aufgehalten werden. "Dazu braucht es verbindliche Regeln für die Konzerne. Die UNO soll die nötigen regelsetzenden Kompetenzen erhalten, damit politische Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Handeln global durchgesetzt werden können", fordert Miriam Behrens von Pro Natura.

Zurück zur Übersicht