Medienkonferenz: Schweizer Politik muss Patienten und nicht Patente schützen

Das Recht auf den bestmöglichen Gesundheitsstandard ist ein fundamentales Menschenrecht. Dazu gehört auch das Recht auf Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten. Doch die Preise vieler Präparate haben mittlerweile schwindelerregende Höhen erreicht. Und sie steigen weiter. Viele Krebsbehandlungen kosten heute schon 100’000 Franken und mehr.

Ein Hauptgrund für die Kostenexplosion sind Patente, die Pharmakonzernen zu Monopolstellungen und – auch aufgrund intransparenter Preisgestaltung – zu gigantischen Gewinnen verhelfen. Die Kehrseite dieser Profite sind unzählige Patientinnen und Patienten, die sich die bestmöglichen Medikamente nicht mehr leisten können. Dass dieses bislang aus Entwicklungsländern bekannte Problem auch die Schweizer Bevölkerung betrifft, ist spätestens seit der amtlichen „Limitatio“ auf Hepatitis C-Präparate offensichtlich.

Weil Heilungschancen weder hier noch anderswo eine Geldfrage sein dürfen, lanciert Public Eye in Zusammenarbeit mit der Krebsliga eine breit angelegte Kampagne, zu deren Präsentation wir Sie hiermit herzlich einladen. Im Zentrum der Medienkonferenz stehen neben internationalen Kontexten vor allem die konkreten Möglichkeiten der Schweizer Politik, dieser für die betroffenen Menschen und unser Gesundheitssystem ruinösen Preisentwicklung Einhalt zu gebieten.

WANN
Dienstag, 22. Mai 2018 um 13 Uhr

WO
Geneva Press Club, 106 Route de Ferney, Genf

WER

  • Prof. Franco Cavalli, Alt-Nationalrat, Onkologe und Ex-Präsident der Krebsliga
  • Dr. Ellen ‘t Hoen (Holland), Expertin für intellektuelles Eigentum und ehem. Politikberaterin von Ärzte ohne Grenzen
  • Dr. Francisco Rossi (Kolumbien), Direktor Ifarma und Vertreter der Health Action International
  • Patrick Durisch, gesundheitspolitischer Experte von Public Eye

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt, beinhaltet einen leichten Lunch und wird auf www.pressclub.ch live übertragen.

>> Einladung