Navigationspfad

Zurück

Aufruf an Syngenta-Aktionäre anlässlich der GV 2002

Zürich, 23. April 2002

Liebe Syngenta-Aktionärin, lieber Syngenta-Aktionär

Sie besuchen heute die erste Generalversammlung der Syngenta AG. Der erste Firmen-Geburtstag sozusagen. Leider ist der junge, aber bereits riesige Sprössling mit grossen Erblasten seiner Eltern belastet. Wahrlich keine guten Voraussetzungen um mit Elan die Herausforderungen der Zukunft in Angriff zu nehmen.

Das weltweit kritisierte Herbizid Paraquat, von Syngenta unter dem Namen Gramoxone im Handel, ist eine solche Erblast. Insbesondere aus Plantagen in den Ländern des Südens sind unzählige Gesundheitsschäden und auch Todesfälle von Paraquat-AnwenderInnen dokumentiert.
Diese weitverbreiteten negativen Auswirkungen schaden dem Ruf der jungen Firma und widersprechen den vollmundigen Versprechungen der Firmenleitung für soziale Verantwortung und eine nachhaltige Landwirtschaft.

Trotz aller Kritik soll Gramoxone ein wichtiges Standbein für das zukünftige Wachstum der Firma werden, wie die neueröffnete Paraquat-Fabrik in China beweist. Wir denken, dass eine Strategie, welche auf veraltete, gesundheitsschädigende Produkte setzt, nicht nur den AnwenderInnen schadet, sondern auch Syngenta selbst und ihren Aktionärinnen und Aktionären.

Gemeinsam mit dem Pesticide Action Network Asia & the Pacific aus Malaysia, Foro Emaus aus Costa Rica, der Schwedischen Gesellschaft für Naturschutz sowie dem Pesticide Action Network aus England möchten wir Sie deshalb auffordern, sich bei der Firmenleitung von Syngenta für ein Produktionsstopp von Gramoxone einzusetzen. Ein Entscheid der allen Beteiligten zugute kommen wird.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Generalversammlung

Erklärung von Bern


Ein ausführlicher Bericht zu den negativen Auswirkungen von Paraquat „Paraquat – Syngenta’s controversial herbicide“ wurde gestern von den oben erwähnten Organisationen der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie können den ganzen Bericht (auf englisch), oder Zusammenfassungen auf deutsch und französisch auf unserer Website www.evb.ch herunterladen. Er kann auch bei der Erklärung von Bern,
Tel: 01 277 70 00 oder Email: info@evb.ch bestellt werden.

Zurück