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BKW nimmt Public Eye Award in Empfang

Am 30. April 2009 haben sich die Bernischen Kraftwerke (BKW) endlich ihrem Schmähpreis fürs geplante Dörpener Kohlekraftwerk gestellt und bekamen ihn von der lokalen Aktivistin Inge Stemmer feierlich überreicht.

EvB Greis (Mitte) und Inge Stemmer (li.), Bürgerinitiative Dörpen, übergeben den Public Eye Award. BKW-Auslandschef Samuel Leupold (re.) zeigt sich sogar 'stolz' auf den Schmähpreis.

Für uns sind die Public Eye Awards ein Druckmittel, für ihre Empfänger ein Imageschaden. Je nach Unternehmenskultur reagierten die in Davos angeprangerten Konzerne bisher mit peinlichen Totstellreflexen, oder haltlosen Gegendarstellungen, jeweils in der unbegründeten Hoffnung auf Schadensbegrenzung. Diesen beiden Verhaltensmuster hat der diesjährige Empfänger des Public Eye Swiss Award ein drittes hinzugefügt – und die Trophäe für unethische Geschäftspraktiken Ende April öffentlich entgegengenommen.

BKW: Erfolgreiche Preisübergabe am Berner Hauptsitz

Am 30. April 2009 haben sich die Bernischen Kraftwerke (BKW) endlich ihrem Schmähpreis fürs geplante Dörpener Kohlekraftwerk gestellt und bekamen ihn von der lokalen Aktivistin Inge Stemmer feierlich überreicht. Mitte März hat die für ihre deutschen Klimakiller angeprangerte BKW auf Druck von Politik und Öffentlichkeit 75 Prozent ihrer Anteile und die Projektführung am Dörpener Grossprojekt an die deutsche Energie Baden-Württemberg AG abgegeben. «Auch mit der verbleibenden 25-Prozent-Beteiligung trägt die BKW weiter die 100 prozentige Verantwortung für diese Dreckschleuder, deren jährlicher CO2-Ausstoss jenem des gesamten Kantons Bern entspricht», gab Rapper Greis dem BKW-Auslandschef Samuel Leupold zu bedenken. Fürs Public Eye ist diese erste Übergabe ein moralischer und medialer Erfolg, für die direkt Betroffenen um Inge Stemmer immerhin ein Etappensieg.

Newmont: «Fake Factsheet» und Verunglimpfung der Gegner

Harte Geschütze gegen die Kampagnenführer in Ghana hat dagegen der (von Jury und Publikum) gleich doppelt prämierte Goldminenbetreiber Newmont aufgefahren. Nach einer noch während dem WEF als «Factsheet» verbrämten Leugnung der von Wacam erhobenen Vorwürfe doppelte der aggressive US-Konzern kürzlich mit einem Frontalangriff nach. Auf www.newmontghana.com unterstellen allerlei «unabhängige» lokale Stakeholder (von der Handelskammer bis zum Ältestenrat) unseriöse Recherche und unterstützen Newmonts +-Projekt. Diese Anschwärzung hat Wacam kürzlich mit einem Communiqué souverän gekontert. Letzter Stand: Laut dem Branchendienst Mineweb.com hat Newmont den erwarteten Entscheid über sein weiteres Ghana-Engagement aus unbekannten Gründen verschoben.

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