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Erster Schritt in Richtung Transparenz

Die EvB hat auf die Schweizer Behörde und Pharmakonzerne Druck ausgeübt, damit es in Zukunft bei klinischen Versuchen in Entwicklungs- und Schwellenländern stärkere Kontrollen und mehr Transparenz gibt. Ein erster Dialog ist daraus entstanden.

Während der Bund im Dezember 2013 noch keinen dringenden Handlungsbedarf bezüglich ethischer Verstösse und fehlender Transparenz bei klinischen Versuchen sah, hat das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) im April nun jene Akteure an einen Tisch gebeten, die sich aktiv für diese Änderungen engagieren – unter anderem auch die EvB.

Das Interesse der Schweizer Behörden erklärt sich auch durch die kurz davor angenommene neue EU-Verordnung über klinische Studien, die für eine systematische und verbindliche Veröffentlichung von klinischen Studien nach der Arzneimittelzulassung sorgt. Diesen Weg sollte auch die Schweiz einschlagen. Mit der laufenden Revision des Heilmittelgesetzes, das einen neuen Artikel über die Veröffentlichung der Ergebnisse klinischer Versuche beinhaltet, wurde im Mai durch den Nationalrat ein erster Schritt in diese Richtung unternommen. Der Ball liegt nun beim Ständerat, der sich diesen Sommer mit dem Dossier beschäftigen wird. Auch wenn Swissmedic endlich Lücken in diesem Bereich eingesteht, ist eine Umsetzung noch in weiter Fern, und angesichts der mächtigen Pharmalobby wird es noch viel Ausdauer brauchen. Anlässlich der Generalversammlungen von Novartis und Roche sprach die EvB das Management und die AktionärInnen auf ethische Mängel von Medikamententests in Schwellen- und Entwicklungsländern an und verlangte mehr  Transparenz durch Veröffentlichung von  Berichten zu klinischen Versuchen.

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