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Giftiges Gold II: CS steigt auf öffentlichen Druck hin aus

Ende Juni 2008 schrieb die Betreibergesellschaft «Archipelago Resources» in einer Medienmitteilung, dass die Credit Suisse einen Kredit von 48 Millionen Dollar für das kontroverse Goldminenprojekt in Toka Tindung gesprochen hätte.

Am 1. August erhielt die CS vom Gouverneur der indonesischen Provinz Nordsulawesi einen Brief, in dem er deutlich herausstellte, dass die Mine die nötigen Bewilligungen für den Betrieb nicht erhalten hat. Er legt seine Gegnerschaft dar und dass er nicht bereit sei, seine Meinung über die sozialen und Umweltauswirkungen zu ändern. Die EvB machte das Projekt und die Reaktion des Gouverneurs auf ihrer Website publik, der Tages-Anzeiger berichtete über die kontroversen Pläne.

Mitte August informierte die CS die EvB, dass entgegen der Meldung von Archipelago Resources noch keine formelle Zusage für die Finanzierung gemacht worden sei. Im September erhielt die CS einen von der EvB vermittelten Brief der Betroffenen, in dem die Bank noch einmal aufgefordert wurde, keinen Kredit zu sprechen.

Anfang November 2008 nun die Erfolgsmeldung in Form einer Email der Credit Suisse an die EvB: «Ende letzter Woche wurden die Gespräche über eine allfällige Beteiligung der CS an der Finanzierung von Toka Tindung im gegenseitigen Einverständnis mit Archipelago Resources beendet.»

Mit dem Rückzug der CS steigen die Chancen, dass die Mine nie in Betrieb geht. Zwar hat «Archipelago Resources» angekündigt, nach alternativen Finanzquellen Ausschau zu halten, doch in der gegenwärtigen Finanzkrise dürfte es schwierig sein, Geld für ein Hochrisikoprojekt zu finden, das von einer Grossbank fallen gelassen wurde.

Damit erzielte die Erklärung von Bern für jene Menschen, die rund um die im Bau befindliche Goldmine im indonesischen Nordsulawesi leben, einen wichtigen Etappensieg.

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