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Mangelnde Sorgfaltsprüfung der Banken bei DirtyDiesel

Ein neues Papier der NGO Bank Track wirft ein schräges Licht auf die Rolle der Banken bei der Finanzierung dreckiger Rohstoffgeschäfte. Obwohl Banken gemäss UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte bei ihren Geschäften Sorgfaltsprüfungsprüfungen vornehmen und ihren Einfluss zur Verhinderung von Menschenrechtsverletzungen geltend machen müssen, nehmen sie ihre Verantwortung viel zu wenig ernst.

@Carl de Keyzer, Magnum

Seit 2012 haben die Rohstoffhandelsfirmen Trafigura und Vitol von total 26 Banken weltweit, darunter auch Credit Suisse und die UBS, Finanzierungen von über 100 Mia. Dollar erhalten. Die beiden Firmen exportieren hoch schwefelhaltige und gesundheitsschädigende Treibstoffe nach Westafrika und in andere Weltgegenden, die in Europa verboten sind, wie Public Eye im September 2016 aufdeckte. Nach der Publikation des Reports (PDF, 8.8 MB) haben 7 der befragten Banken nach eigenen Angaben das Gespräch mit den Schweizer Rohstoffriesen gesucht – aber alle akzeptierten die Ausreden von Trafigura und Vitol ungeprüft. Und keine einzige Bank hat Druck auf die Händler gemacht, ihr Dirty Diesel-Geschäftsmodell zu ändern. Verantwortung für die Auswirkungen von Bankgeschäften zu übernehmen sieht anders aus.

Das Bank Track-Briefing

Appendix mit den Antworten der Banken

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