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PR-Fussbälle und Menschenrechtslücken bei der CS

Die Erklärung von Bern (EvB) hat in den letzten Jahren immer wieder auf die Mitverantwortung der Credit Suisse (CS) für Menschenrechtsverletzungen, die durch ihre Finanzierungstätigkeit entstehen, hingewiesen.

Der unverantwortliche Umgang mit Arbeits- und Menschenrechten hat sich auch beim Einkauf von Fussbällen für das Firmen-PR gezeigt (siehe Sendung 10 vor 10 vom 16.4.2008).

Dies nehmen wir zum Anlass, unsere Forderungen in einem Brief an die CS zu wiederholen. Zudem schlägt die EvB vor, dass die Credit Suisse die ILO-Projekte gegen Kinderarbeit unterstützt.

Unsere Forderungen an die CS:

Die CS soll für all ihre Tätigkeiten eine ernstzunehmende Menschenrechts-Policy aufbauen und umsetzen, d.h....

...ihre Risiken bezüglich Menschenrecht identifizieren(Regionen, Kunden, kritische Geschäftsfelder),
...kategorische Ausschlusskriterien formulieren,
...detaillierte Abläufe für die Identifizierung von Menschenrechtsrisiken („due diligence“) entwickeln,
...ein Vorgehen festlegen, wie Problemkunden angegangen werden können,
...MenschenrechtsexpertInnen und spezialisierte Nicht-Regierungsorganisationen konsultieren,
...eine Menschenrechtsrichtlinie („policy“) mit eindeutigen Standards und Abläufen publizieren,
...ein umfassendes und transparentes Managementsystem für die Anwendung dieser Richtlinien einrichten und umsetzen.

Ausserdem fordert der EvB-Arbeits- und Menschenrechts-Experte Stefan Indermühle, dass die CS

 

  • einen Fonds zur Eliminierung der Kinderarbeit einrichtet.<die>pro Jahr mindestens ebenso hoch wie die Ausgaben für diesen PR-Gag (rund 1 Million Franken) ausfallen. </die>
  • <die>und dass dieser Betrag über 5 Jahre an die ILO-Projekte gegen Kinderarbeit (IPEC) gehen soll, da ein Problem wie Kinderarbeit nicht kurzfristig gelöst werden kann.</die>
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