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Public Eye 2004: Programm, Reden und Zusammenfassungen

Hier finden sie das Programm, alle Reden und Zusammenfassungen aller Panelgespräche des Public Eyes 2004.

Eröffnungsrede Mary Robinson (PDF, 63 KB)

— Direktorin der Ethical Globalisation Initiative und frühere UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte am „Public Eye on Davos“

Zusammenfassung der Paneldiskussion "Unternehmensverantwortung: Die Grenzen privater Selbstregulierung" (PDF, 80 KB)

— Unternehmensverantwortung: Die Grenzen privater Selbstregulierung
Die letzten Jahrzehnte zeichnen sich unter anderem durch eine signifikante Machtverschiebung vom öffentlichen hin zum privaten Sektor, vom Staat zur Wirtschaft aus. Die Politik wird immer mehr von den grossen Konzernen beeinflusst. Darunter leidet auch die Umweltpolitik – denn strenge Auflagen sind vielen Unternehmen ein Dorn im Auge. Mit freiwilligen Vereinbarungen der Wirtschaft soll dieses Defizit behoben werden. Doch reichen freiwillige Vereinbarungen aus, um der negativen Praxis von global tätigen Unternehmen Einhalt zu bieten? VertreterInnen aus internationalen Institutionen, Politik, nicht-profitorientierten Organisationen und Akademiker diskutieren die Notwendigkeit verbindlicher Unternehmensverantwortung und mögliche Instrumente zur Regulierung von Konzernen.

Zusammenfassung der Paneldiskussion "Wer profitiert vom Global Compact?" (PDF, 70 KB)

— Wer profitiert vom Global Compact?
UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat den Global Compact erstmals Anfang 1999, am WEF Jahrestreffen in Davos, vorgestellt. Er umfasst neun Prinzipien in den Bereichen Menschen-, Arbeitsrechte und Umwelt, zu dessen Unterstützung sich Unternehmen bei ihrem Beitritt verpflichten sollen. Die UNO betont, dass es sich um eine partnerschaftliche Initiative handelt und sieht daher keine Überprüfung und Sanktionierung der Unternehmen vor. NGOs illustrieren u.a. am Fallbeispiel Nestlé, dass der Global Compact vor allem dem Image-Management der Konzerne dient. Denn Fortschritte im Hinblick auf die Vision der UNO einer nachhaltigeren und gerechteren Weltwirtschaft wurden im Zusammenhang mit diesem Instrument bislang nicht registriert.

Zusammenfassung der Paneldiskussion "Die Auswirkungen der Wasser-Privatisierung auf Frauen (PDF, 67 KB)

— Die Auswirkungen der Wasser-Privatisierung auf Frauen
Der Mangel an sauberem und leicht zugänglichem Wasser ist eines der grössten Probleme weltweit, vor allem in Entwicklungsländern. Dort treibt die Wasserknappheit Millionen von Menschen tiefer in die Armut und bedroht eine nachhaltige Entwicklung. Verantwortlich für den globalen Trend, die öffentliche Wasserversorgung zu privatisieren, sind die Programme internationaler Organisationen wie der Weltbank und der WTO (durch das GATS) sowie die Wassermultis. Versprochen wird eine effizientere und kostengünstigere Versorgung. Tatsache ist aber, dass das Wasser seinen Charakter als öffentliches Gut verliert und zu einer handelbaren Ware wird, die hohe Profite generieren muss. Von den konkreten Auswirkungen des Privatisierungsprozesses sind schliesslich die Frauen am stärksten betroffen, da sie in der Regel fürs Wassermanagement (Hygiene, Kochen etc.) zuständig sind.

Zusammenfassung der Paneldiskussion "Vom unfairen Wettbewerb zu sportlicher Entwicklung" (PDF, 69 KB)

— Vom unfairen Wettbewerb zu sportlicher Entwicklung
Den ärmsten Ländern wird der Sport als neuster Entwicklungsmotor angepriesen, Sportförderung als Entwicklungshilfe. Ungeachtet dessen verschärft der unfaire Welthandel mit Sportartikeln die Kluft zwischen Arm und Reich. Einerseits ist das Sportbusiness der Goldesel internationaler Markenfirmen und Starathleten aus dem Norden. Andererseits bildet die Armut der Beschäftigten in den Schuhfabriken und Nähstuben auch im Olympiajahr 2004 die Kehrseite der Goldmedaille. Bei ihrem Wettlauf um die billigsten Standorte und die tiefsten Löhne lassen die Konzerne punkto Fairness zu wünschen übrig. Vorerst müsste sich daher das Sportbusiness selbst entwickeln - gemäss gesetzlichen Normen und minimalen Sozialstandards. Ist die Sportartikelindustrie bereit, diese Herausforderung anzunehmen?

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