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Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) gefährdet die Gesundheit von PlantagenarbeiterInnen

2004 wurde auf Initiative des WWF der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl/ Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) gegründet. Mitglieder des Runden Tisches sind neben NGOs vor allem Firmen und Institutionen aus der Wertschöpfungskette des Palmöls.

Der Runde Tisch überarbeitet derzeit seine Grundsätze für eine nachhaltige Palmölproduktion. Über ihre Annahme wird im Frühjahr 2013 entschieden.

Bezüglich des Pestizid-Einsatzes heisst es in den derzeit gültigen Kriterien aus dem Jahr 2007: "Der RSPO wird dringend sichere und kostengünstige Alternativen identifizieren, um Chemikalien zu ersetzen, die von der Weltgesundheitsorganisation der Gefahrenklasse 1A oder 1B zugeordnet oder im Stockholmer oder Rotterdamer Übereinkommen aufgeführt sind, und Paraquat." Diese Auflage wurde bisher nicht umgesetzt. Die revidierten Standards werden nun insbesondere in Bezug auf den Pestizideinsatz weiter abgeschwächt, obwohl Forschung und Praxis zeigen, dass es auch ohne hochgiftige Pestizide geht.

Eines dieser Pestizide - Paraquat – wird in vielen Palmölplantagen verwendet und ist bekannt dafür, jährlich Tausende von Plantagenarbeiterinnen und Kleinbauern zu vergiften. Die Europäische Union, die Schweiz und einige andere Länder, sowie bekannte Firmen und Labels haben Paraquat aus gesundheitlichen Gründen verboten.

Die Erklärung von Bern (EvB) fordert daher mit der International Union of Food Workers (IUL) eine grundlegende Korrektur in Bezug auf die Verwendung hochgefährlicher Pestizide.

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