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Wem nützt der Schutz? Geistiges Eigentum kann nur mit gesellschaftlichem Nutzen legitimiert werden.

Die Regulierung des Geistigen Eigentums definiert die Landwirtschaft von morgen. Dass der gesellschaftliche Nutzen das oberste Ziel staatlicher Regulierungen sein soll, wird wohl kaum jemand in Frage stellen. Dieses Ziel gerät durch die Zersplitterung und Spezialisierung der Diskussionen und Gesetzgebungen oft aus dem Blickfeld: Partikularinteressen, welche teilweise mit den gesellschaftlichen Interessen im Konflikt stehen, erhalten so mehr Gewicht.

Die Regulierung des geistigen Eigentums wird für die zukünftige Landwirtschaft ausserordentlich wichtig sein. Im Bereich der genetischen Ressourcen bedeutet dies, dass wir beim Formulieren aller Regulierungen, welche diese Ressourcen betreffen, das Ziel des gesellschaftlichen Nutzens und der Nachhaltigkeit miteinbeziehen müssen.

Die Aufgabe des Staates ist es nun, die Regelungen rund um Geistiges Eigentum so zu gestalten, dass sie möglichst viel Innovation ermöglichen. Dabei kann man nicht davon ausgehen, dass mehr Schutz immer mehr Innovation bedeutet. Es ist viel mehr der Fall, dass sich ab einer gewissen Stufe mehr Schutz kontraproduktiv auf die Innovation auswirkt. Bei der Entwicklung des heutigen Patentrechtes wurde dieser Sachverhalt nur in sehr beschränktem Masse berücksichtigt.

Erfahren Sie mehr im Artikel von François Meienberg: «Wem nützt der Schutz? Geistiges Eigentum kann nur mit gesellschaftlichem Nutzen legitimiert werden.» (PDF, 91 KB); publiziert in: «Durabilitas» 2014; Die biotechnische Nutzung genetischer Ressourcen und  ihre Regulierung. Ein integrierender Ansatz. Herausgeberin: sanu durabilitas.

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