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Forderungen

In den letzten fünfzig Jahren hat sich gezeigt, dass der Bau von Infrastrukturprojekten wenig zur direkten Armutsbekämpfung beiträgt und zahlreiche negative Folgen hat, wie z. Bsp. ökologische Schäden, Umsiedlungen, Korruption oder die Tatsache, dass das Abfliessen von Einnahmen ins Ausland begünstigt wird.

Public Eye stellt gemeinsam mit der afrikanischen AfDB-NGO-Koalition folgende Forderungen..

  • Die betroffene Bevölkerung und die gesamte Zivilgesellschaft sollte in die Planung und Umsetzung der Projekte einbezogen werden. Deshalb müssen volle Transparenz, faire Konsultationsprozesse und öffentliche Rechenschaftspflicht herrschen.
  • Bauträger von Infrastrukturprojekten müssen vor Baubeginn umfassende Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen des Gesamtprojekts durchführen. Grosse Infrastrukturvorhaben dürfen nicht genehmigt werden, wenn sie zu Vertreibungen und massiven Umweltschäden führen.
  • Es dürfen keine Gelder vergeben werden, ohne dass die Übereinstimmung mit den Richtlinien der Afrikanischen Entwicklungsbank gewährleistet ist.
  • Kredite an den Privatsektor sollen den gleichen Auflagen unterliegen wie Kredite an den öffentlichen Sektor.
  • Betroffene sollen nicht nur entschädigt, sondern auch am Gewinn eines Grossprojekts beteiligt werden (z.B. bei Staudämmen oder Rohstoffprojekten).
  • Arme und benachteiligte Gruppen sollen von grossen Infrastrukturprojekten profitieren, z.B. in Form einer lokalen, nachhaltigen Energie- und Wasserversorgung.
  • Projekte im Energiesektor müssen breitenwirksames Wachstum bringen, d.h. auch der ärmeren Bevölkerung zugutekommen.