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Kritik der Organisation Public Eye

Public Eye sieht folgende Aspekte der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB) kritisch:

  • Einbezug der Zivilgesellschaft und der Betroffenen: Die Zivilgesellschaft wird immer noch zu wenig in die Planung von Projekten einbezogen und erfährt oftmals erst bei Baubeginn von den Risiken eines Projekts. Projekte werden ohne die Zustimmung der Betroffenen durchgeführt.
  • Fokus auf Grossprojekte wie Staudämme, Kohlekraftwerke oder Pipelines: Solche Grossprojekte sind oft einseitig auf die Erwirtschaftung von Devisen ausgerichtet und dienen nicht automatisch der Bekämpfung von Armut. Sie haben negative Auswirkungen auf Klima, Umwelt und betroffene Menschen und widersprechen der Rhetorik einer „grünen Bank“.
  • Wirksamkeit: Die Wirksamkeit der Kredite wird zwar seit ein paar Jahren stärker überwacht, aber die Lehren daraus fliessen zu wenig in neue Projekte ein.
  • Intransparenz: Als öffentliche Bank, in die auch Steuergeldern fliessen, hat die AfDB eine Verpflichtung zur öffentlichen Rechenschaftspflicht. Trotz Bemühungen zu mehr Transparenz agiert die AfDB jedoch in vielen Bereichen immer noch intransparent und weigert sich, wichtige Projektpläne zu veröffentlichen.
  • Schutz von Umwelt und betroffenen Menschen: Die Richtlinien für Schutz von Umwelt und betroffenen Menschen werden auf Druck des Privatsektors nicht immer vollständig umgesetzt.
  • Kreditvergabe: Für kleine und mittlere Unternehmen ist es schwierig, Kredite zu erhalten.
  • Umgang mit Beschwerden: Die Bank behandelt Beschwerden zu Projekten aus dem öffentlichen und dem privaten Sektor unterschiedlich. Bei Beschwerden gegen Projekte des öffentlichen Sektors gelten alle operationellen Richtlinien und deren Einhaltung wird entsprechend überprüft, Projekte aus dem Privatsektor hingegen müssen sich nur an Sozial- und Umweltrichtlinien halten.
  • Menschenrechte und Schutz indigener Gruppen: Es gibt keine Richtlinien zur Einhaltung der Menschenrechte und keine Richtlinien zum Schutz indigener Gruppen.