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Public Eye überwacht seit langem kontroverse Finanzierungen der Schweizer Grossbanken.

Unter den Kunden und Geschäftsverbindungen der Grossbanken fanden sich etwa eine Indische Bergbaufirmen mit katastrophalen Verhältnissen in der Arbeitssicherheit und im Umgang mit betroffenen Gemeinden oder die Hersteller von geächteten Waffen wie Streubomben und Anti-Personenminen.

Recherchieren und vernetzen

Public Eye macht eigene Recherchen zur Aufdeckung von Fällen oder sie erhält diese von Partnerorganisationen im BankTrack-Netzwerk. Dieses von Public Eye mitaufgebaute Netzwerk umfasst über 30 Organisationen aus aller Welt, die sich für ökologisch saubere und menschenrechtlich verantwortliche Bankgeschäfte einsetzen.

Eigene Kampagnen...

Seit einigen Jahren legt Public Eye das Hauptgewicht ihrer Arbeit im Themenbereich «Verantwortung von Grossbanken» auf die Auswirkungen von Schweizer Bankgeschäften auf die Menschenrechte. Dies, weil die UNO mit der Arbeit des UNO-Sonderbeauftragten für Unternehmen und Menschenrechte hier klare Erwartungen formuliert hat und weil die Schweizer Grossbanken Credit Suisse und UBS – ganz im Unterschied zur Umweltthematik - die Relevanz der Menschenrechte nicht einsahen. Dies hat sich geändert, weil Public Eye mit recherchebasierten Berichten und einer eigenen Kampagnenwebseite (2010 – 2013) überzeugend gezeigt hat, wie Geschäftsaktivitäten der Schweizer Grossbanken mit der Verletzung von einzelnen Rechten zusammen hängen.

...und Einflussnahme als ExpertInnen

Public Eye macht nicht nur Recherchen und Kampagnen zum Thema Banken und Menschenrechte. Sie ist auch immer wieder mit den Verantwortlichen der Grossbanken im Gespräch und diskutiert das Thema mit der Bundesverwaltung und ExpertInnen. Während der Arbeit des UNO-Sonderbeauftragten hat Public Eye im Auftrag des internationalen Netzwerks BankTrack an Konsultationen teilgenommen und mit schriftlichen Positionsbezügen auf die besondere Bedeutung und die Verantwortung des Finanzsektors hingewiesen.

Mit Erfolg: Die UNO-Leitprinzipien von 2011 sind ganz klar so formuliert, dass sie keinen Zweifel daran lassen, dass die indirekte Verwicklung in Menschenrechtsverletzungen, wie sie bei Banken üblich ist, ebenso wichtig ist und dass auch die Banken bei ihren Aktivitäten eine menschenrechtliche Sorgfaltsprüfung durchführen müssen.

Public Eye vertritt zudem die Zivilgesellschaft in einem Beratergremium der OECD zum Thema Finanzsektor und Menschenrechte.