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Angolagate reloaded

«Angolagate reloaded»: Neue Beweise führen zu neuer Anklage gegen UBS-Mitarbeitende und angolanische Politiker (April 2013)

Im April 2013 haben angolanische Aktivisten in Bern und Luanda Strafanzeige eingereicht, in der sie die Staatsanwaltschaft aufforderten, endlich den als "Schweizer Angolagate" bekannten Fall zu untersuchen, der in den frühen 2000er Jahren aufgedeckt worden war. Die Strafanzeige basiert auf neuen Fakten, die die britische NGO Corruption Watch in Zusammenarbeit mit Public Eye in einem Bericht veröffentlichten. Dieser Bericht zeigt, wie das afrikanische Land durch das Gefolge von Präsident Dos Santos um über 700 Mio. Dollar beraubt wurde.

Im Bericht wird ausserdem die zweifelhafte Rolle des in Zug ansässigen Rohstoffhändlers Glencore deutlich, der dem Angolanischen Staat für die Erdölkonzessionen Kredite gewährte, die dann in die Taschen der Eliten wanderten. Die Forderungen der Aktivisten sind klar: Mehr Transparenz in der Schweiz, insbesondere im Finanz- und Rohstoffsektor, sowie die Unterstellung des Rohstoffhandels unter das Geldwäschereigesetz.

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Dieses Beispiel zeigt abermals die Notwendigkeit verbindlicher Regeln für Schweizer Konzerne im Rohstoffbereich. Als unabhängiger Verein setzt sich Public Eye in der Schweiz für die weltweite Wahrung der Menschenrechte ein. Wir kämpfen gegen Ungerechtigkeiten, die ihren Ursprung in der Schweiz haben und pochen darauf, dass Unternehmen und Politik die Menschenrechte respektieren. Sie können uns dabei mit einer Spende unterstützen oder indem Sie Mitglied werden: Herzlichen Dank!