Navigationspfad

Internationaler Währungsfonds (IWF)

Der Internationale Währungsfonds (IWF) wurde 1944 zusammen mit der Weltbank an der Konferenz von Bretton Woods, USA, gegründet. Die ursprüngliche Aufgabe des IWF war die Überwachung des internationalen Währungssystems.

Seit 1973 ist der IWF für die Sicherung und Förderung der internationalen Finanzstabilität verantwortlich. Er überwacht die Wirtschaft seiner Mitgliedsländer und unterstützt diese in finanztechnischen Angelegenheiten. Während der IWF lange vor allem Kredite an Entwicklungs- und Schwellenländer vergab, ist er seit der Finanzkrise 2008 durch seine Beteiligung an Finanzhilfeprogrammen für Länder aus der Eurozone auch in Europa wieder präsenter.

Der IWF hat 188 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den grössten Stimmanteilen sind die USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und China. Die Schweiz trat dem IWF im Mai 1992 bei und leitet eine Stimmrechtsgruppe, der auch Aserbaidschan, Kasachstan, die Kirgisische Republik, Polen, Serbien, Tadschikistan und Turkmenistan angehören. Die Schweiz ist im Gouverneursrat vertreten, dem obersten Entscheidungsorgan des IWF sowie im Exekutivdirektorium, das die operativen Geschäfte des IWF leitet.

Kritik der Organisation Public Eye

Public Eye kritisiert die an Auflagen gebundene Kreditvergabe des IWF. Die aus den Auflagen resultierenden nationalen Strukturanpassungsprogramme, die Massnahmen wie eine strenge Sparpolitik oder Privatisierungen von Staatsbetrieben beinhalten, treffen in den jeweiligen Ländern vor allem den ärmsten und verletzlichsten Teil der Bevölkerung, ohne auf lange Sicht die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt zu steigern.

Des Weiteren kritisiert Public Eye die Stimmrechtsverteilung in den Entscheidungsgremien des IWF zugunsten der USA und der EU.

Das Thema wird derzeit nicht aktiv von Public Eye bearbeitet. Weiterführende Informationen daher bitte bei:

Mark Herkenrath, Alliance Sud, Schweiz oder auf www.alliancesud.ch