Navigationspfad

Was steckt in diesem Schuh?

Wie informiert man Menschen über die Missstände in der Schuhindustrie ohne moralischen Zeigefinger? Mit dem Shoe Creator hat Public Eye allen Schuhfans die Möglichkeit gegeben, ihren Traumschuh selbst zu entwerfen und zu gewinnen. Dabei konnten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen nicht nur über Modell, Farbe oder Material bestimmen, sondern sie mussten auch entscheiden, unter welchen Bedingungen ihr Schuh hergestellt werden sollte. So wurden sie gleichzeitig darüber informiert, was in der Schuhindustrie alles falsch läuft. Das Interesse war gross: über 3660 Schuhe wurden entworfen.

Nach der Ermittlung des Gewinnerschuhs machten wir uns daran, diesen möglichst fair zu produzieren. Erfahren Sie, welcher Schuh gewonnen hat, wie wir vorgegangen sind und welchen Herausforderungen wir uns stellen mussten.

 Arbeitsbedingungen in der Leder- und Schuhindustrie

Die Herstellung eines einzelnen massgeschneiderten Schuhes unterscheidet sich natürlich stark von der industriellen Schuhproduktion. Corina Ajder, Rechercheurin des Osteuropa-Schuhberichts, und Papa Demba, Gewerkschafter und ehemaliger Gerbereiarbeiter in Italien, erzählen von ihren Erfahrungen und den problematischen Umständen, denen Arbeiterinnen und Arbeiter in Schuhfabriken und Gerbereien täglich ausgesetzt sind.

 

Mythos „Made in Europe“

Sind die Arbeitsbedingungen in Europa besser als in asiatischen Produktionsländern? Und wie können wir als Konsumierende wissen, ob ein Schuh fair hergestellt worden ist? Daniela Kistler, CCC-Fachmitarbeiterin, und Torben Fuchs, orthopädischer Schuhmacher, über verantwortungsvollen Konsum und den Mythos hinter dem „Made in Europe". Jürg Zeller, Gerber, über Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen in der Ledergerberei.


>> Und das steckt im Gewinnerschuh

 

Was wir tun können:

Es muss noch einiges geschehen, bis die Millionen von Arbeiterinnen und Arbeitern in der Schuhindustrie unter Bedingungen arbeiten, die ihre Gesundheit nicht gefährden und sie Löhne erhalten, von denen sie tatsächlich leben können. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Unternehmen und die Politik. Trotzdem können auch wir als Einzelpersonen einen wichtigen Beitrag leisten und uns für fairere Arbeitsbedingungen einsetzen.

1. Nachhaltiger Umgang mit Schuhen
Pflegen und reparieren Sie Ihre Schuhe. Überlegen Sie sich vor jedem Kauf, ob sie wirklich neue Schuhe brauchen. Sie können Schuhe auch aus zweiter Hand kaufen.

2. Engagement für faire Schuhe
Fragen Sie bei Marken und Herstellern nach, unter welchen Bedingungen sie produzieren und verleihen Sie Ihrem Wunsch nach fair produzierten Schuhen Ausdruck. Damit nehmen Sie die Produzenten in die Pflicht und setzen sie unter Druck.

Engagieren Sie sich mit Public Eye und helfen Sie uns, unsere Arbeit für gerechte Arbeitsbedingungen fortzusetzen.


Zusammen mit Partnerorganisationen engagieren wir uns seit vielen Jahren für faire Löhne und sichere Arbeitsplätze in der Mode- und Schuhindustrie. Dafür arbeiten wir vor Ort mit GewerkschafterInnen, informieren und sensibilisieren die Schweizer Öffentlichkeit über Missstände in der Industrie und setzen uns dafür ein, dass Unternehmen und Politik ihre Verantwortung wahrnehmen.