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Internationaler Verband zum Schutz von Pflanzenzüchtungen (UPOV)

Das UPOV-Übereinkommen stärkt die Rechte der Züchter und Züchterinnen drastisch – zulasten der Rechte von Bauern und Bäuerinnen.

UPOV ist der Internationale Verband zum Schutz von Pflanzenzüchtungen mit Sitz in Genf. Der Verband wurde 1961 von einer diplomatischen Konferenz in Paris gegründet. Gleichzeitig wurde das erste UPOV-Übereinkommen beschlossen, welches 1968 in Kraft trat. Seither wurde das Übereinkommen immer wieder überarbeitet, zuletzt 1991.

Das UPOV-Übereinkommen stärkt die Rechte der Züchter und Züchterinnen drastisch – zulasten der Rechte von Bauern und Bäuerinnen. Es verbietet den Austausch von geschütztem Saatgut und Vermehrungsmaterial unter LandwirtInnen. Ebenso ist der Nachbau mit bestimmtem Vermehrungsmaterial (z.B. Obstbäume, Beeren, Gemüse) untersagt. Der Nachbau von Saatgut kann in beschränktem Masse von Mitgliedstaaten als Ausnahme bewilligt werden – dies gilt jedoch nur für Saatgut, welches auf dem eigenen Hof vermehrt wurde.

Damit die Ernährungssicherung nicht gefährdet wird und die Biodiversität in der Landwirtschaft erhalten werden kann, setzt sich Public Eye dafür ein, dass die Rechte der Bäuerinnen und Bauern respektiert werden: Sie sollen Saatgut- und Vermehrungsmaterial frei vermehren, tauschen und verkaufen können.

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