Swartzia madagascariensis

Im Jahr 2010 kritisierten Public Eye und Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) aus Zimbabwe die Art und Weise, wie sich die Universität Lausanne Zugang zu genetischen Ressourcen aus Zimbabwe verschafft und die Verhandlungen über die Aufteilung des Nutzens (Benefit-Sharing) geführt hatte.

Gemeinsam mit der Vereinigung der traditionellen Heiler (ZINATHA) und der simbabwischen Community Technology and Development Association (CTDA) hat Public Eye  (ehemals Erklärung von Bern) im September 2000 die Universität Lausanne der Biopiraterie angeklagt.

Ein Lausanner Professor erhielt von der Universität in Harare genetische Ressourcen und meldete ohne ihr Wissen und entgegen der Abmachung ein Patent auf ein Medikament gegen Fusspilz auf der Basis von Swartzia madagascariensis (Eisenholzbaum) an.


Laut Biodiversitätskonvention hätte auch der Staat Zimbabwe über den Zugang zu den genetischen Ressourcen informiert werden sollen. Dieser Vorgabe hatte die Universität Lausanne ebenfalls nicht Folge geleistet. An einer Sitzung mit allen Beteiligten wurde entschieden, den Zugang und die Aufteilung des Nutzens neu zu verhandeln. Aufgrund negativer klinischer Versuche hat die Universität Lausanne das Projekt und das Patent jedoch fallen gelassen.