Stevia: ein Fall von Biopiraterie

Die Guaraní fordern eine faire Beteiligung am süssen Geschäft

Die ganze Geschichte

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An einem vom UNO-Umweltprogramm (UNEP) einberufenen Treffen in Abuja, Nigeria, wurden gestern wesentliche Schritte zur Verbesserung der Treibstoffqualität in Westafrika beschlossen. Nach Ghana kündigten nun auch Nigeria, Benin, die Elfenbeinküste und Togo an, den zulässigen Schwefel-Höchstwert für importierten Diesel auf 50 ppm (parts per million/Millionstel) zu senken. Damit hat die durch den Public Eye-Bericht „Dirty Diesel“ ausgelöste Kontroverse zu einem weiteren wichtigen Schritt in Richtung sauberere Luft in afrikanischen Städten geführt. In den Niederlanden verlangt das Amsterdamer Stadtparlament ein Verbot der Produktion und des Exports von schadstoffreichen Treibstoffen. 

Public Eye

 — Seit bald 50 Jahren setzt sich die Nichtregierungsorganisation Public Eye (ehem. EvB) dafür ein, dass Schweizer Unternehmen und die Schweizer Politik ihre Verantwortung zur weltweiten Achtung der Menschenrechte wahrnehmen. Denn globale Gerechtigkeit beginnt bei uns. 

 — Der Bundesrat will den Rohstoffhandel nicht transparenter machen und nimmt ihn von den heute im Rahmen der Aktienrechtsrevision verabschiedeten Bestimmungen zu Zahlungen an Regierungen aus. Damit verkennt er die Zeichen der Zeit komplett. Denn auf internationaler Ebene zeichnet sich die entsprechende Ausdehnung der Transparenzgesetze bereits ab. 

 — Entgegen der Biodiversitätskonvention und dem Nagoya-Protokoll profitieren die Guaraní, welche die Stevia-Pflanze als Süssstoff entdeckt haben, bislang nicht von deren kommerzieller Nutzung. Nun fordern die betroffenen indigenen Gemeinschaften offiziell ihre Rechte ein. Eine Petition forder Coca-Cola als grössten Nutzer auf, seine Biopiraterie zu beenden. 

 — Zusammen mit einem Container voll dreckiger Luft aus Ghanas Hauptstadt Accra hat Public Eye heute in Genf Trafigura eine von fast 20‘000 Menschen unterschriebene Petition übergeben. Darin wird der Rohstoffriese aufgefordert, künftig auch in Afrika statt „Dirty Diesel“ nur noch Treibstoffe zu verkaufen, die europäischen 

 — Die EU-Kommission erklärte gestern, dass sie Pflanzen und Tiere aus konventioneller Züchtung für nicht patentierbar hält. Diese lang erwartete Stellungnahme steht in fundamentalem Widerspruch zur 

 — Der Container mit dreckiger Luft, den Public Eye mit der „DirtyDiesel - Return to Sender“-Kampagne an Trafigura zurückschickt, ist in Antwerpen angekommen. Public Eye macht damit auf das illegitime 

 — Die Konzernverantwortungsinitiative ist mit 120'000 Unterschriften eingereicht worden. Hinter der Initiative steht eine breite Koalition aus rund 80 Organisationen der Zivilgesellschaft. Sie haben ein 

 — Heute verlässt die „Irenes Rainbow“ den Hafen von Accra und nimmt Kurs auf Antwerpen. An Bord ist auch ein Container mit der Aufschrift „Return to Sender“, den Public Eye und seine afrikanischen 

 — Der heute von Public Eye publizierte Report „Dirty Diesel“ enthüllt, dass Schweizer Rohstoffkonzerne lasche afrikanische Standards gezielt ausnutzen um dort stark schwefelhaltige Treibstoffe zu 

 — „Made in Europe“ steht für Qualität und faire Arbeitsbedingungen. Mehrere Recherchen, die die Erklärung von Bern zusammen mit internationalen Partnern durchgeführt hat, zeigen erstmals die wahren 

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