Unsere Forderungen: Zeit zu handeln!

© Public Eye
Das Vorgehen der Schweizer Rohstoffhändler mag legal sein, ist aber illegitim und verletzt die Menschenrechte. Denn der Gewinn der Unternehmen geht auf Kosten der Gesundheit von Millionen von Afrikanern und Afrikanerinnen – die das gleiche Recht auf Gesundheit haben wie wir.

Um dem illegitimen Handel mit giftigen Treibstoffen ein Ende zu setzen, fordert Public Eye ...

  • von den afrikanischen Regierungen (und jenen ausserafrikanischen, die stark schwefelhaltigen Treibstoff zulassen): Rasch Schwefel-Höchstwerte für Benzin und Diesel festzulegen, wie sie in Europa gelten. Auch die Grenzwerte für andere giftige Stoffe müssen den in Europa geltenden angeglichen werden.
  • von den Regierungen von Ländern wie Belgien, Holland und den vereinigten Staaten, in denen «African Quality»-Treibstoffe produziert werden: Ein Ausfuhrverbot für alle Treibstoffe, welche die im Exportland geltenden Grenzwerte überschreiten und ebenso für alle gesundheitsgefährdenden Mischkomponenten.
  • von Schweizer Rohstoffhandelsfirmen: Sofort damit aufzuhören, die existierenden Doppelstandards auszunutzen, und weltweit nur noch schwefelarmen Treibstoff herzustellen und zu vertreiben.
  • Und schliesslich sollte die Schweizer Regierung von den hiesigen Unternehmen verbindliche Due-Diligence-Prüfungen bezüglich Umwelt und Menschenrechte einfordern, welche die ganze Lieferkette abdecken und die Prüfung der Risiken potentiell gefährlicher Stoffe einschliesst. Eine solche obligatorische Sorgfaltsprüfungspflicht verlangt die Konzernverantwortungs­initiative, die Public Eye zusammen mit einer starken NGO-Koalition lanciert hat.

Return to Sender: Dreckluft zurück nach Genf

Die Rohstoffhandelsfirmen stellen sich in ihren Statements gerne als verantwortungsvoll dar. Um sie daran zu erinnern, verschiffte Public Eye einen Container voll dreckiger Luft aus Ghanas Hauptstadt Accra zurück zum Absender: An Trafigura, das Unternehmen aus Genf, das sich zum Ziel gesetzt hat, zum „anerkannten Sektorleader in Bezug auf soziale Verantwortung“ zu werden.

Dirty Diesel - Return to sender

19071 Menschen unterschrieben unsere Petition und forderten von Trafigura, sein illegitimes Geschäftsmodell zu stoppen. Trafigura hat die Petition zwar entgegengenommen, versteckt sich aber – genauso wie Vitol, Glencore, Addax & Oryx und Mercuria - weiter hinter der Legalität seines giftigen Geschäftsmodells und der alleinigen Zuständigkeit afrikanischer Regierungen.

Return to sender: Die Übergabe an Trafigura