85’000 Unterschriften gegen das schädliche Palmöl-Abkommen

Die Allianz gegen Regenwald-Abholzung hat am Montag 85’000 Unterschriften für das Referendum gegen das schädliche Palmöl-Abkommen mit Malaysia eingereicht. An der Einreichungsaktion kritisierten verschiedene Organisationsvertreter:innen, dass das Abkommen die Abholzung des Regenwalds anheizt.
© Allianz gegen Regenwaldabholzung

Die Menschenrechts- und Umweltorganisationen der Allianz gegen Regenwald-Abholzung, darunter Public Eye, haben am 5. Oktober gemeinsam mit der SP und den GRÜNEN 85’000 Unterschriften (davon über 60'000 beglaubigt) für das Referendum gegen das Freihandelsabkommen mit Malaysia bei der Bundeskanzlei eingereicht. Damit setzen sie ein starkes Zeichen gegen das geplante Palmöl-Abkommen, das den Regenwald in Malaysia bedroht.

Mit Zollsenkungen auf 12'500 Tonnen Palmöl setzt das Abkommen den bereits stark gefährdeten Regenwald unter Druck und begünstigt darüber hinaus die weit verbreitete Zwangsarbeit in Malaysia. Deshalb forderten Vertreter:innen des Bruno Manser Fonds, von Public Eye, der SP Schweiz und der GRÜNEN Schweiz unter anderem wirksame Schutzmassnahmen gegen Importe aus Regenwaldabholzung und Zwangsarbeit – beides gravierende Probleme der Palmölindustrie. Weiter wurden die neuen Saatgut-Regeln kritisiert, gegen die Kleinbäuer*innen in Malaysia protestieren. Sie könnten damit ihr Saatgut nicht mehr vermehren und befürchten, neu Saatgut von Grosskonzernen wie Syngenta kaufen zu müssen.

Die Allianz bereitet sich nach der Unterschriftensammlung auf den anstehenden Abstimmungskampf vor.

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