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Wir wollen Kleider, die nichts zu verbergen haben

Der Onlinehandel heizt den Modekonsum weiter an. Doch niemand weiss, wo die Produkte hergestellt werden, ob die Arbeitsbedingungen in Produktion und Logistik fair sind und wie viele Retouren im Abfall landen.

Mach mit: Wir fordern Verantwortung und Transparenz im Modehandel:

Wir wollen Mode, die nichts zu verbergen hat. Mode ohne Ausbeutung. Mode, die nicht im Müll landet. Onlinehändler liefern das nicht freiwillig.

Deshalb bestellen wir beim Parlament ein Gesetzespaket für Verantwortung und Transparenz!

Weitere Informationen

  • Wo liegt das Problem?

    In der Textilindustrie sind Ausbeutung, Armutslöhne und Menschenrechtsverletzungen weit verbreitet. Im Online-Handel kommen prekäre Arbeitsbedingungen in der Logistik hinzu. Auch aus ökologischer Sicht gibt es Handlungsbedarf – beispielsweise wenn neuwertigen Retouren einfach vernichtet werden.

    Zalando, Amazon, Shein und Co. haben sich in wenigen Jahren zu dominierenden Akteuren im Modemarkt entwickelt. Unsere Untersuchung der zehn bekanntesten Online-Händler zeigt: Auf freiwilliger Basis kümmern sie sich viel zu wenig um Nachhaltigkeit. 

    Sie müssen zu mehr Verantwortung und Transparenz verpflichtet werden.

  • 3 konkrete Forderungen

    Damit sich etwas ändern, braucht es klare Regeln und Gesetze, die für alle Online-Händler gelten:

    1. Eine Pflicht zur Einhaltung von Menschenrechten inklusive der Bezahlung existenzsichernder Löhne sowie Transparenz, damit Ausbeutung verhindert wird und klar ist, in welchen Fabriken Kleidung oder Schuhe hergestellt werden;  
    2. Ein Vernichtungsverbot für neuwertige Produkte, damit unverkaufte Retouren und Restbestände nicht im Müll landen;
    3. Besseren Rechtsschutz und Kontrollen in der Logistik, damit Arbeitsrechte eingehalten werden und Jobs nicht prekär sind.

  • Der Firmencheck

    Wir haben zehn der bekanntesten Onlinehändler in der Schweiz unter die Lupe genommen. Das Resultat:

    • Bei keinem Onlinehändler fanden wir Hinweise, dass auch nur ein Teil der Arbeiter*innen, die Bekleidung herstellen, einen existenzsichernden Lohn erhält.
    • Nur 1 Unternehmen hat eine vage Verpflichtung zur Sicherstellung von Existenzlöhnen veröffentlicht. 
    • Bei 7 Händlern entdeckten wir zumindest einige konkrete Informationen zur Logistik, allerdings ohne Details (z.B. Anzahl der Beschäftigten). 
    • Sichere, nicht-prekäre Arbeitsverhältnisse in der Logistik? Nirgends fanden wir Hinweise, dass dies für den Grossteil der Beschäftigten zutrifft.
    • Nur bei 4 Firmen fanden wir Statements zur Vermeidung der Retouren-Vernichtung, verbindliche Richtlinien bei keiner. 

    Den ganzen Firmencheck finden Sie hier: publiceye.ch/firmencheck2022

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