Highly hazardous pesticides: a global health concern

Was muss geschehen, um die Risiken hochgefährlicher Pestizide für Mensch und Umwelt zu reduzieren? In einer Podiumsdiskussion sprechen wir mit hochkarätigen Gästen über die Verantwortung von Pestizidherstellern und Staaten wie der Schweiz, um dieses drängende Problem anzugehen.
© Fábio Erdos

Ungefähr drei Millionen Tonnen Pestizide werden weltweit jedes Jahr ausgebracht; seit 1990 steigt diese Menge stetig, insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern (LMICs), wo heute mehr als die Hälfte aller Pestizide eingesetzt werden. Den Pestiziden am stärksten ausgesetzt sind Bäuerinnen und die ländliche Bevölkerung, aber Pestizidrückstände finden sich überall: in unserer Nahrung, im Trinkwasser, im Regen und in der Luft. Immer mehr Stimmen warnen vor den negativen Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt. 

Die gefährlichsten Pestizide (highly hazardous pesticides, HHPs) werden vor allem in LMICs eingesetzt - viele von ihnen sind in der Schweiz und der EU längst verboten. Nach Schätzungen von Public Eye haben Pestizidhersteller wie Syngenta 2017 weltweit 22 Milliarden USD Gewinn mit hochgefährlichen Pestiziden gemacht. Syngenta mit Sitz in Basel spielt eine zentrale Rolle in diesem Business, wie eine Recherche von Public Eye zeigt. 

Dieses hoch profitable Geschäft ist auch hoch gefährlich. In Indien vergiften sich jährlich Tausende Bäuerinnen und Bauern. In Brasilien, wo weltweit am meisten Pestizide eingesetzt werden, sind Millionen von Menschen einem Cocktail aus Pestiziden im Trinkwasser ausgesetzt. Wissenschaftliche Studien in dieser landwirtschaftlichen Supermacht zeigen besorgniserregende Raten an Geburtsfehlern sowie Krebs und anderen chronischen Krankheiten in den Regionen mit dem höchsten Pestizideinsatz. 

Um die Risiken für Mensch und Umwelt zu reduzieren, fordern UNO-Institutionen und Expert*innen, dass die Nutzung der gefährlichsten Pestizide rasch eingestellt wird und diese durch sicherere Alternativen ersetzt werden. 

Podiumsteilnehmer*innen:

  • Ada Cristina Pontes Aguiar, medizinische Forscherin, Federal University Ceará, Brasilien
  • Baskut Tuncak, UNO-Sonderberichterstatter für toxische Substanzen und Menschenrechte
  • Jayakumar Chelaton, Direktor Pesticide Action Network India
  • Laurent Gaberell, Experte für Landwirtschaft und Biodiversität bei Public Eye
  • Roman Mazzotta, Head Crop Protection Legal, Syngenta Länderpräsident Schweiz
  • Reginald Fitzgerald, Swiss Centre for Applied Human Toxicology, Universität Basel

Moderation:

  • Maren Peters, Wirtschaftsjournalistin, Schweizer Radio SRF

Das Panel findet in Englisch statt.


Zeit: Dienstag 18. Juni 2019, 18.00 - 19.30 Uhr
Ort: Hotel Ador, Laupenstrasse 15, Bern
Flyer

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