Jahresbericht 2025
Jahresbericht Public Eye, 2026
Im Juni 2025 befassten wir uns an unserer Generalversammlung mit den Auswirkungen der politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen auf die Demokratie, die Schweiz und die Arbeit von Public Eye. Diese Veränderungen erfolgen Schlag auf Schlag.
Damit ist die Rolle von Public Eye heute wichtiger denn je. Wir prangern die wachsende Macht der Unternehmen in unserer Demokratie an, wir machen Korruptionsfälle publik, schlagen Lösungen zur Bewältigung des Fast-Fashion-Irrsinns vor und schauen hin, wenn Schweizer Unternehmen Ungleichheit verursachen – etwa mit gezuckertem Nestlé-Babybrei in Afrika. Public Eye bleibt dran – und das mit Entschlossenheit.
Dies gilt auch, wenn Konzerne uns vor Gericht zerren und die Solidität und Glaubwürdigkeit unserer journalistischen Arbeit infrage stellen. Der Druck auf Medien und Nichtregierungsorganisationen, die im öffentlichen Interesse recherchieren, ist in letzter Zeit massiv gestiegen. Und juristische Verfahren binden Ressourcen in Form von Zeit und Geld.
Zwar hat die Justiz die Autor*innen eines Berichts von Public Eye kürzlich erneut freigesprochen, indem sie die Berufung des Zuger Rohstoffkonzerns Kolmar im Strafprozess zurückgewiesen hat. Doch Rückstellungen, die angesichts der von Kolmar zusätzlich eingereichten Zivilklage nötig wurden, belasten nach wie vor unsere Bilanz.
Im Jahresbericht finden Sie einen Rückblick auf diese und weitere Themen.