Ölhändler Mercuria macht Wald zu Geld
Magazin Public Eye, 2026
Durch seine Beteiligung an einem staatlichen Programm zur CO2-Kompensation in Brasilien kann der Genfer Rohstoffkonzern Mercuria einen erheblichen Teil der Gewinne für sich beanspruchen. Das zeigt ein vertraulicher Vertrag, den Public Eye einsehen konnte. Nun fordern indigene Gemeinschaften und andere betroffene Kreise vor einem brasilianischen Gericht den sofortigen Stopp des Programms.
Weiter in diesem Magazin:
- Fragwürdige Rohstoffstatistik: Die neue Datenerhebung des Bundesamts für Statistik zur Bedeutung des Schweizer Rohstoffsektors steht in starkem Widerspruch zu Daten der Nationalbank.
- Umstrittene Handelsdeals: Nach Abkommen mit Indien und den Mercosur-Staaten verhandelt die Schweiz zeitgleich mit den USA und China. Die Verwaltung gewährt sich viele Freiheiten, die nur mit einem Referendum korrigiert werden können.
- Haltlose Kritik: Unsere Recherche zur gezuckerten Babynahrung von Nestlé in Afrika sorgte weltweit für Schlagzeilen. Statt nun seine Praktiken zu überprüfen, stellt der Konzern lieber die Glaubwürdigkeit unserer Untersuchungen infrage.