Nein zum Mercosur-Abkommen!
Das neue Mercosur-Freihandelsabkommen setzt den Amazonas-Regenwald und Gemeinschaften vor Ort weiter unter Druck. Mit dem Vertrag soll mehr Fleisch und Soja in die Schweiz gebracht werden, ohne zu verhindern, dass diese Produkte aus Zwangsarbeit oder Regenwaldabholzung stammen. Public Eye kämpft für eine Handelspolitik, die Menschenrechte und Umwelt glaubwürdig stärkt, statt Arbeiter*innen-Rechte und Tropenwälder auf Spiel zu setzen. Darum lehnen wir das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Ländern Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay ab.
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Warum wir das Mercosur-Abkommen ablehnen:
Gegen Zwangsarbeit in der Agroindustrie
In den südamerikanischen Mercosur-Länder sind Ausbeutung und moderne Sklaverei in der Landwirtschaft bis heute verbreitet. Das Abkommen fördert den Agrarhandel, obwohl die Schweiz nicht verhindern kann, dass diese Produkte aus Zwangsarbeit stammen.
Gegen weitere Regenwaldabholzung
Das Abkommen beschleunigt die Amazonas-Abholzung. Damit bedroht es nicht nur die Artenvielfalt, sondern befeuert auch die Klimakrise. Die Schweiz darf diesen Handel nicht ausbauen, ohne den Import von Produkten aus abgeholzten Gebieten zu unterbinden.
Nullzoll für hochgiftige Pestizide
Dutzende hochgiftige Pestizide, die in der Schweiz verboten sind, dürften mit dem Abkommen zollfrei nach Brasilien exportiert werden. Dort wird trotz der grossen Gefahr für Mensch und Umwelt immer mehr dieses Gift-Cocktails eingesetzt. Vom Handel mit diesen Pestiziden profitieren in erster Linie Konzerne wie die Basler Syngenta.
Breiter Widerstand der Zivilgesellschaft
Public Eye engagiert sich an der Seite zahlreicher anderer Organisationen gegen das Mercosur-Handelsabkommen. Diese lehnen es wegen ungenügendem Schutz für Menschenrechte, fehlender Tierschutzstandards in der Fleischproduktion oder möglicher Schäden für schweizerische Kleinbauernbetriebe ab.