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Legate und Erbschaften

Ⓒ Laif

 

Gutes tun über Ihr Leben hinaus

Mit einem Testament können Sie bereits zu Lebzeiten festhalten, wie Ihr Vermögen in Zukunft eingesetzt wird und wie Ihre Werte weiterleben sollen. Jede Hinterlassenschaft – ob gross oder klein – hilft Public Eye, sich unabhängig von wirtschaftlichen Interessen für eine gerechte und solidarische Welt zu engagieren. Public Eye ist eine von der Zewo anerkannte gemeinnützige Organisation, alle Zuwendungen sind steuerbefreit.

Was kann mein Nachlass bewirken?
Public Eye setzt sich seit mehr als vierzig Jahren für gerechtere Beziehungen zwischen der Schweiz und von der Globalisierung benachteiligten Länder ein. mehr erfahren >>>

Warum ein Testament wichtig ist
Wer seinen Nachlass nach seinen Wünschen gestalten möchte, sollte ein Testament aufsetzen. mehr erfahren >>>

Gesetzliche Erbfolge
Ohne Testament wird Ihr Nachlass gemäss Gesetz verteilt. Wenn Sie keine gesetzlichen Erbinnen oder Erben haben, kann dies dazu führen, dass Ihre gesamte Hinterlassenschaft dem Staat zufällt. mehr erfahren >>>

Testament erstellen und ändern
Sie haben zwei rechtliche Möglichkeiten ein gültiges Testament zu verfassen und können dieses jederzeit ändern oder widerrufen. mehr erfahren >>>

Inspirationen von Menschen und Ihrem letzten Willen
Wir danken diesen Menschen von Herzen für Ihre wertvolle Unterstützung.
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Literatur

 

Was kann mein Nachlass bewirken?

Public Eye setzt sich seit bald 50 Jahren für gerechtere Beziehungen zwischen der Schweiz und von der Globalisierung benachteiligten Länder ein.

Zu unseren wichtigsten Anliegen gehören die weltweite Wahrung der Menschenrechte, sozial und ökologisch verantwortungsvolles Handeln von Unternehmen sowie die Förderung fairer Wirtschaftsbeziehungen.

Während wir uns in der Schweiz an immer grösserem Wohlstand erfreuen, leiden die Bewohnerinnen und Bewohner ärmerer Länder unter Menschenrechtsverletzungen, ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, Armut, Hunger und den Folgen von Umweltzerstörung. Mitverantwortlich sind das eigennützige Verhalten von Industriegesellschaften wie der Schweiz, das unverantwortliche Geschäftsgebaren internationaler Konzerne sowie unser eigenes Konsumverhalten.

Public Eye  informiert deshalb über die Folgen unseres Konsumverhaltens und fordert global tätige Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz und die Schweizer Politik auf, Menschenrechte zu achten sowie sozial und verantwortungsvoll zu handeln. Denn globale Gerechtigkeit beginnt bei uns!

Teilen Sie unsere Vision von einer gerechteren Welt? Geben Sie unserem Engagement für mehr Gerechtigkeit eine Zukunft, indem Sie uns in Ihrem Testament berücksichtigen. Mit einem Legat oder einer Erbeinsetzung ermöglichen Sie uns, zusätzliche Projekte zu realisieren. Sie können grundsätzlich testamentarisch auch bestimmen, wofür Ihr Nachlass verwendet werden soll. Bei der Festlegung einer konkreten Zweckbestimmung bitten wir Sie jedoch, Folgendes zu berücksichtigen: Naturgemäß ist der Zeitpunkt des Geldflusses ebenso wenig voraussehbar wie es gesichert ist, dass im Laufe der nächsten 30 Jahre ein spezifisches Projekt noch existiert. Deshalb empfehlen wir eine testamentarische Formulierung zu wählen, die es uns ermöglicht, Ihren Nachlass dort zu verwenden, wo er gerade am dringendsten benötigt wird – für den Fall, dass ein bestimmtes von Ihnen bevorzugtes Projekt nicht mehr existiert.

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Warum ein Testament wichtig ist

Wer seinen Nachlass nach seinen Wünschen gestalten möchte, sollte ein Testament aufsetzen.

Nur rund 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung sorgt sich zu Lebzeiten darum, was nach ihrem Tod mit ihrem Vermögen geschehen soll.

Wenn Sie Ihr Vermögen jedoch anders aufteilen möchten, als es die gesetzliche Erbfolge vorgibt, müssen Sie dies in einem Testament oder Erbvertrag regeln. Wollen Sie Ihre Lebenspartnerin oder Ihren Lebenspartner (nicht ehelich oder nicht eingetragen), enge Freunde oder gemeinnützige Organisationen bedenken? Erst ein Testament setzt die gesetzliche Erbfolge außer Kraft und ermöglicht Ihnen individuelle Gestaltungsfreiheit. Auch Personen mit direkten Nachkommen haben die Möglichkeit – im Rahmen der frei verfügbaren Quote – Organisationen, deren Werte sie teilen, im Testament zu berücksichtigen.

Mit Ihrem letzten Willen sorgen Sie für klare Verhältnisse und beugen somit Missverständnissen oder gar Erbstreitigkeiten vor. Wenn Sie kein Testament verfasst haben, tritt die sogenannte gesetzliche Erbfolge ein. Gibt es keine Verwandten, erbt der Staat.

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Gesetzliche Erbfolge

Ohne Testament wird Ihr Nachlass gemäss Gesetz verteilt. Wenn Sie keine gesetzlichen Erbinnen oder Erben haben, kann dies dazu führen, dass Ihre gesamte Hinterlassenschaft dem Staat zufällt.

Gesetzliche Erbinnen oder Erben sind nebst der überlebenden Lebenspartnerin oder dem überlebenden Lebenspartner (ehelich oder eingetragen) in erster Linie die Nachkommen. In zweiter Linie sind es die Eltern des oder der Verstorbenen und ihre Nachkommenschaft, dann die Grosseltern und deren Nachkommen. Wenn keine Verwandten dieser Grade auffindbar sind, erbt der Staat.

Ehegattinnen und Ehegatten, Nachkommen und Eltern haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen Anteil Ihres Nachlasses. Dieser so genannte Pflichtteil beträgt je nach Zivilstand und familiärer Situation zwischen 25 und 75 Prozent des Nachlasses. Die frei verfügbare Quote beträgt mindestens ein Viertel. Ohne pflichtteilgeschützte Erbinnen oder Erben sind Sie in Ihren Entscheidungen völlig frei.

Sie können die gesetzliche Erbverteilung sowie die freie Quote gemäss Ihrer aktuellen familiären Situation mit Hilfe eines Online-Instruments auf der Webseite von MyHappyEnd ganz einfach berechnen.

Kontakt

Chantal Sierro

Chantal Sierro

Verantwortliche Nachlässe & Projektfinanzierung

Gerne berate ich Sie in einem persönlichen und unverbindlichen Gespräch.

Telefon
0041 (0)44 277 79 18
E-Mail
chantal.sierro[at]publiceye.ch

Testament erstellen und ändern

Bevor Sie Ihren letzten Willen niederschreiben, denken Sie in aller Ruhe darüber nach, wer und was Ihnen im Leben wichtig ist und Sie bewegt. Und was Sie bewirken wollen, wenn Sie nicht mehr da sind. Bestimmen Sie dann, wen Sie als Erben einsetzen möchten und/oder wer ein Vermächtnis erhalten soll.

Wenn Sie Public Eye in Ihrem Testament begünstigen möchten, können Sie dies entweder durch Erbeinsetzung oder mit einem Vermächtnis, auch Legat genannt, tun. Auch in Lebens- oder Rentenversicherungen können neben Personen auch Organisationen wie Public Eye als Erstbegünstigte eingesetzt werden. Mit einem Legat vermachen Sie Public Eye testamentarisch einen bestimmten Geldbetrag oder Sachwerte (Wertschriften, Immobilien, Lebensversicherungspolicen, Kunstwerke sowie andere Wertsachen). Je nach Ihrem Zivilstand können Sie Public Eye auch als Teil-, Allein- oder Nacherbin einsetzen. Im letzteren Fall erhalten wir unseren Erbanteil erst nach dem Ableben der als eigentliche Erbin eingesetzten Person. Als gemeinnützige Organisation bezahlt Public Eye keine Erbschaftssteuern. Deshalb können wir Ihr Legat oder Ihr Erbe in vollem Umfang für unsere Arbeit einsetzen.

Sie haben zwei rechtliche Möglichkeiten ein gültiges Testament zu verfassen und können dieses jederzeit ändern oder widerrufen.

Das handschriftliche, eigenhändige Testament (nach Art. 505 ZGB)

Die häufigste und einfachste Form, seinen letzten Willen festzulegen, ist das Verfassen eines handschriftlichen Testaments. Bei komplexen Vermögens- oder Familiensituationen empfehlen wir Ihnen, sich von einer Fachperson beraten zu lassen. Unser Vertrauensanwalt in Zürich bietet Menschen, welche Public Eye in Ihrem Testament begünstigen möchten, eine kostenlose erste Beratung an. Wenden Sie sich hierfür an Ihre Ansprechperson bei Public Eye: Chantal Sierro, Tel: 044 277 79 18 , E-Mail: chantal.sierro[at]publiceye.ch.

1.     Damit es rechtsgültig ist, muss das Testament von Anfang bis zum Schluss von Hand geschrieben und unterschrieben sein.

2.     Ort und Datum müssen ebenfalls von Hand eingetragen werden. Das gilt auch für nachträgliche Änderungen und Zusätze. Vermeiden Sie jedoch Durchstreichungen. Am besten schreiben Sie ein zweites Testament, welches das vorherige widerruft (Punkt 4)

3.     Geben Sie dem Testament einen Titel («Testament» oder «letzter Wille») und führen Sie Ihre Personalien auf (Vorname, Name, Geburtsdatum und Wohnort).

4.     Haben Sie bereits ein früheres Testament verfasst, widerrufen Sie dieses ausdrücklich, wenn es nicht mehr gelten soll. Missverständnisse vermeiden Sie, wenn Sie das alte vernichten.

5.     Fassen Sie sich kurz und wählen Sie deutliche Formulierungen, um Missverständnisse auszuschliessen. Es muss klar hervorgehen, wer Erbe ist und wen Sie mit einem Vermächtnis bedenken.

6.     Es empfiehlt sich, im Testament einen Willensvollstrecker zu benennen (Rechtsanwältin, Notar, Bank oder eine andere Vertrauensperson). Damit stellen Sie sicher, dass Ihr letzter Wille wunschgemäss erfüllt wird.

7.     Ist Ihr Testament mehrere Seiten lang, nummerieren Sie die Blätter und unterschreiben Sie jede Seite.

8.     Geben Sie das Testament einer rechtskundigen Person (zum Beispiel Rechtsanwalt, Notarin oder Bank) zur Durchsicht. So können Sie sicher sein, dass Ihr letzter Wille klar ist und den gesetzlichen Vorschriften entspricht.

9.     Bewahren Sie Ihr Testament an einem sicheren Ort auf, wo es rechtzeitig gefunden wird – zum Beispiel bei Ihrer Wohnsitzgemeinde, Ihrer Notarin oder Ihrem Rechtsanwalt.

10.     Überprüfen Sie bei grösseren Veränderungen in Ihrem Leben (Geburt, Todesfall, Scheidung, grosse Erbschaft) Ihr Testament auf seine Aktualität und passen Sie es gegebenenfalls an.

Sie können Public Eye auch als Alleinerbin einsetzen:
Muster: Public Eye als Alleinerbin
(PDF, 40 KB)

Das öffentlich beurkundete Testament (nach Art. 499 ff. ZGB)

Diese Form empfiehlt sich bei komplexen familiären und finanziellen Verhältnissen, wenn Zweifel betreffend Verfügungsfähigkeit bestehen oder wenn Sie nicht in der Lage sind, selber zu schreiben. Das öffentlich beurkundete Testament gibt Ihnen die Sicherheit, dass Ihr letzter Wille sowohl formal wie auch inhaltlich rechtsgültig ist. Es wird in Anwesenheit von zwei Zeugen oder Zeuginnen und einer rechtskundigen Person (zum Beispiel Notarin oder Rechtsanwalt) nach Ihren Angaben und Wünschen abgefasst. Diese drei Personen dürfen in Ihrem Testament nicht bedacht werden.

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Inspirationen von Menschen und Ihrem letzten Willen

Wir danken diesen Menschen von Herzen für Ihre wertvolle Unterstützung.

«Ich berücksichtige Public Eye in meinem Testament, weil ich weltweit für mehr Gerechtigkeit sorgen will. Das ist auch im Interesse meiner Kinder.» Erika, 67 Jahre, verheiratet mit Kindern.

«Ich habe ein paar Organisationen in meinem Testament erwähnt, weil ich zu den privilegierten Personen gehöre, die etwas mehr einnehmen als benötigen. Public Eye überzeugt mich mit ihrer hartnäckigen Arbeit.» Regula, 58 Jahre, in Partnerschaft.

«Meine Frau und ich begünstigen uns testamentarisch zuerst gegenseitig und legen bereits heute fest, dass danach Public Eye einen Teil unseres Vermögens erbt.» Peter, 65 Jahre, verheiratet.

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Literatur

«Testament, Erbschaft – Wie Sie klare und faire Verhältnisse schaffen»
Benno Studer, 268 Seiten, 16. Auflage 2014, ISBN 978-3-85569-862-2, Beobachter (Herausgeber)

«Erben und Vererben - Vom Testament bis zur Erbteilung: Alles über Erbvorbezüge, Ehe- und Erbverträge, Willensvollstrecker und Pflichtteile»
Thomas Gabathuler, 151 Seiten, 9. Auflage 2014, ISBN 978-3-907955-51-2, K-Tipp (Herausgeber)

«Geld & Herzblut» von Muriel Bonnardin, 136 Seiten. CHF 36.- (27.- für Mitglieder von Public Eye). Porträts von 16 Menschen und ihren Testamenten, inkl. Anhang mit Adressen und einem Leitfaden zum Verfassen eines Testaments.

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