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Konzernverantwortungs-Initiative

© Stefan Maurer. Gemeinsam mit 80 anderen Organisationen engagiert sich Public Eye für die Konzernverantwortungsinitiative

Kinderarbeit auf Kakaoplantagen, unmenschliche Arbeitsbedingungen in Textilfabriken, Umweltverschmutzung beim Rohstoffabbau – Konzerne mit Sitz in der Schweiz verletzen in ihren internationalen Tätigkeiten allzu häufig Menschenrechte und Umweltstandards. Solche unethischen Geschäftspraktiken müssen ein Ende haben. Die Konzernverantwortungsinitiative fordert deshalb verbindliche Regeln für Konzerne zum Schutz von Mensch und Umwelt – auch bei Auslandstätigkeiten.

Die Konzernverantwortungsinitiative wird von einer breiten Koalition von 80 Organisationen getragen. Dank des Engagements von unzähligen Freiwilligen konnten wir sie im Oktober 2016 mit 120'000 beglaubigten Unterschriften einreichen. Obwohl die Vorlage frühestens 2018 vor’s Volk kommt hat die Abstimmungskampagne bereits begonnen – Zeit, unsere Kräfte zu bündeln!

 

Die Initiative: Freiwilligkeit reicht nicht aus

Wie die Skandale der letzten Jahre beweisen, reicht Freiwilligkeit - Corporate Social Responsibillity - nicht aus. Der Initiativtext (PDF, 254 KB)sieht deshalb vor, dass für Unternehmen neu eine Sorgfaltsprüfungspflicht eingeführt wird. Das bedeutet: Alle Konzerne müssen überprüfen, ob durch Tätigkeiten im Ausland Menschenrechte und Umweltstandards verletzt werden, entsprechend handeln und darüber berichten. Missachten die Konzerne ihre Sorgfaltsprüfungspflicht, können sie in der Schweiz für ihre schädlichen Handlungen eingeklagt werden. Aufgrund drohender Kosten und eines möglichen Imageverlusts werden die meisten Konzerne von sich aus die notwendigen Massnahmen ergreifen und ihre Verantwortung global wahrnehmen.

Ziel der Initiative sind verbindliche Regeln für Konzerne zum Schutz von Mensch und Umwelt – auch bei Auslandstätigkeiten. Dadurch wird im wirtschaftlichen Wettbewerb auch mehr Fairness geschaffen. Denn ein grosser Teil der Schweizer Unternehmen handelt schon heute vorbildlich und soll gegenüber skrupellosen Konkurrenten nicht länger benachteiligt bleiben.

  • Schluss mit der Ausbeutung von Mensch und Natur durch Konzerne mit Sitz in der Schweiz!
  • Auch bei globalen Geschäften müssen Konzerne und ihre Tochterfirmen Menschenrechte und Umweltstandards respektieren.
  • Die Sorgfaltsprüfungspflicht wirkt präventiv und trägt dazu bei, dass Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden erst gar nicht passieren.
  • Die Initiative ist ohne staatliche Bürokratie umsetzbar.

 

Was Sie tun können, um die Initiative zu unterstützen

Ergreifen wir die Chance und kämpfen wir für eine Schweizer Politik, die die Menschenrechte respektiert – auch im Ausland. Sie haben verschiedene Möglichkeiten, unser Engagement zu unterstützen:

  • In der ganzen Schweiz engagieren sich viele Freiwillige für die Konzernverantwortungs-Initiative und helfen mit, sie in die Regionen zu tragen -, darunter auch unsere neun Regionalgruppen. Wenden Sie sich an unsere Freiwilligen-Koordinatorin Ursina Mayor, falls Sie sich in Ihrer Region für die Konzernverantwortungs-Initiative einsetzen möchten
  • Um uns für die Initiative engagieren zu können, brauchen wir Ressourcen - helfen Sie uns mit einer Spende oder werden Sie Public Eye Mitglied.
  • Bleiben Sie dran: Abonnieren Sie unseren Newsletter, wir informieren alle drei bis vier Wochen zu unserer Arbeit. Um nichts zu verpassen, folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

Mitmachen

Ursina Mayor

Ursina Mayor

Wollen Sie sich mit uns für die Konzernverantwortungsinitiative engagieren? Ursina Mayor gibt Ihnen gerne Auskunft.

Tel:
0041 (0)44 277 79 27
E-Mail:
initiative[at]publiceye.ch

Hintergrundinfos zur Konzernverantwortungsinitiative

Public Eye

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