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(c) Bert van Dijk

Die internationale Handelspolitik verfolgt das Ziel, einen möglichst hindernisfreien Zugang zu nationalen Märkten sicherzustellen. VerliererInnen der damit verbundenen Freihandelsagenda sind oft wirtschaftlich schwächere Länder und benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Mit ihrem Engagement für eine gerechtere Globalisierung setzt sich Public Eye für diese VerliererInnen ein und fordert eine menschenrechtskonforme Schweizer Handelspolitik.

  • Die Schweiz hat bereits 28 Freihandelsabkommen (FHA) mit insgesamt 38 Ländern ausserhalb der EU abgeschlossen.
  • Bilaterale Freihandelsabkommen (FHA) sind das wichtigste aussenwirtschaftspolitische Instrument der Schweiz. Dies gilt erst recht, nachdem weitere Liberalisierungsbemühungen auf multilateraler Ebene ins Stocken geraten sind.
  • Die globalen Handelsregeln werden von der Welthandelsorganisation (WTO) mit ihren rund 160 Mitgliedsländern gestaltet. Da bis vor kurzem die Industrieländer eine Vormachtstellung innehatten, sind die Interessen der ärmeren Länder weitgehend auf der Strecke geblieben.
  • In den letzten Jahren wurden mehrere regionale und sektorielle Handelsverträge aufgegleist, um die Liberalisierung des Handels auf internationaler Ebene voranzutreiben. Diese plurilateralen Abkommen (TPP, CETA, TTIP und TISA) sind einseitig auf die Interessen von Grosskonzernen ausgerichtet und beschränken die staatlichen Einflussmöglichkeiten.
  • Menschenrechtliche Analysen vor Verhandlungsabschluss sollen die negativen Auswirkungen auf die wirtschaftlichen und sozialen Menschenrechte im Partnerland verhindern.
  • Zwischen 3 und 5 Millionen Menschen arbeiten in chinesischen Zwangsarbeitslagern. Die so produzierten Güter landen auch auf dem Schweizer Markt und profitieren damit von einem Freihandelsabkommen mit China – auf Kosten von heimischen Produkten.

Meilensteine

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