Navigationspfad

Statt die eigene Lieferkette zu kontrollieren und gegen Missstände vorzugehen, nutzen die Kakao- und Schokoladekonzerne die oft schwachen staatlichen Strukturen der Anbauländer zu ihrem eigenen Vorteil und machen sich so zu Mitverursachern von Menschenrechtsverletzungen.

Gemäss den Guiding Principles on Business and Human Rights der Vereinten Nationen tragen Unternehmen die Verantwortung, für die Einhaltung der Menschenrechte und internationaler Standards über ihre ganze Zulieferkette hinweg zu sorgen. Zwar ist es an erster Stelle die Pflicht der Staaten, die nötigen Strukturen bereitzustellen, Unternehmen sollten sich aber unabhängig vom Verhalten der Regierungen für die Abschaffung von Kinderarbeit, Sklaverei und für das Recht auf eine sichere Arbeitsumgebung, einen angemessenen Lebensstandard, Bildung und soziale Sicherheit stark machen. Gerade in Konfliktregionen, wo beispielsweise die rechtlichen Strukturen schwach sind und in denen die Staaten oft ihren Menschenrechtsverpflichtungen nicht nachkommen, dürfen Unternehmen die fehlende Umsetzung nicht als eine Einladung sehen, dasselbe zu tun.

Damit die Unternehmen im Kakaosektor die Verantwortung übernehmen können und zur Verbesserung der Situation der Kakaobauernfamilien beitragen können, müssen sie die Wertschöpfungskette der Schokolade kennen und mit den Beteiligten der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten.

Der Firmenbericht 2013 zum Herunterladen
(PDF, 5.0 MB)