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... an den Schweizer Staat

  • Die Schweiz muss alle Firmen in die Pflicht nehmen, damit sie regelmässig Rechenschaft darüber ablegen, ob und wie sie Menschen- und Arbeitsrechte über die gesamte Beschaffungskette hinweg einhalten.

... an Schweizer Firmen

  • Transparenz in der Beschaffungskette zur Rückverfolgbarkeit aller verarbeiteten Kakaorohstoffe
  • Durchführung von Risikoanalysen zu potenziellen und effektiven Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen in der gesamten Beschaffungskette
  • Bedürfnisabklärung der betroffenen Kakao anbauenden Familien
  • Umfassende strategische und finanzielle Investitionen in den Ausbau von Massnahmen zur Reduzierung von Menschenrechtsverletzungen, insbesondere von Kinderarbeit
  • Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen auf den Kakaofarmen unter Berücksichtigung der lokalen sozialen und kulturellen Prämissen
  • Die Bezahlung von stabilen, kostendeckenden und gerechten Kakaopreisen, die zu einem existenzsichernden Einkommen beitragen
  • Vorfinanzierungen und Zugang der Betroffenen zu Krediten
  • Zugang der Kakaoanbauenden zu Marktinformationen
  • Die Förderung von diversifiziertem landwirtschaftlichem Anbau (inklusive Eigenversorgung)
  • Schulung und Weiterbildung in nachhaltigem Kakao-Anbau
  • Langfristige Vertragsbeziehungen
  • Interne Kontrolle, unabhängige Verifizierung, Erstellung und Umsetzung von Standards sowie das Ergreifen von korrektiven Massnahmen
  • Transparente und öffentlich zugängliche Auswertungen sowie Impact-Studien der ergriffenen Massnahmen
  • Öffentliche und transparente Kommunikation über die Tätigkeiten der Firma
  • Die Erarbeitung eines Modells für die Berechnung eines existenzsichernden Einkommens für die Kakaoanbäuerinnen und -bauern
  • Teilen gesammelter Daten, die für den Sektor und die Öffentlichkeit von Relevanz sind

Empfehlungen

... an die Kakao produzierenden Länder

  • Verbesserung der Infrastruktur
  • Transparentes Steuersystem und systematische Reinvestition der Kakaosteuereinnahmen in lokale Infrastruktur
  • Aufbau von landwirtschaftlichen Schulen, Weiterbildungsprojekten und deren gesicherter Zugang für alle Kakaobauernfamilien
  • Verbesserte Datenlage bezüglich existierender Kakaobauernfamilien

... an die internationale Gemeinschaft

  • Förderung von finanzieller Transparenz durch länderbezogene Berichterstattung transnationaler Firmen zur Vorbeugung von Korruption und um sicherzustellen, dass Steuereinnahmen aus dem Kakaosektor auch in Kakaoprojekte fliessen.
  • Implementierung der UN Guiding Principles on Business and Human Rights, um weiteren Menschenrechtsverletzungen im Kakaosektor vorbeugen zu können.
  • Schaffung von gemeinsamen verbindlichen Messwerkzeugen und Nachhaltigkeits-Standards.
  • Auswertung aller Projekte von Regierungen, Zertifizierungsorganisationen und Industrie anhand regulierter und gemeinsam anerkannter Richtgrössen.
  • Implementierung von Wiedergutmachungsmechanismen und korrektiven Programmen, damit die Problemherde nicht in andere Regionen oder Industriesektoren verschoben werden.

... an diverse Akteure und Akteurinnen

  • Die im Kakaosektor tätigen Akteure anerkennen, dass die Einhaltung der Menschenrechte über wirtschaftlichen Aspekten stehen muss.
  • Finanzielle Institutionen entwickeln landwirtschaftliche Dienstleistungen, welche den Kleinbauernfamilien Zugang zu Krediten und Sparmöglichkeiten gewährleisten, damit die Bäuerinnen und Bauern in die Kakaoproduktion, Diversifizierung und Zertifizierungssysteme investieren können.
  • Die Zertifizierungsorganisationen bauen ihre Zusammenarbeit aus (z.B. gemeinsames Auditieren).
  • Die Länder, die Kakao konsumieren bzw. produzieren, arbeiten enger zusammen und definieren gemeinsam, was eine nachhaltige Kakaoproduktion bedeutet und beinhaltet und wie diese umgesetzt werden kann.