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(c) Angelo Spataro

Saatgut ist die Basis der Welternährung. Die Vielfalt des Saatguts – die Agrobiodiversität – wurde über Jahrhunderte von Bäuerinnen und Bauern geschaffen und ist die Grundlage für die Züchtung neuer Nutzpflanzen. Doch diese Vielfalt ist in Gefahr. Durch geistige Eigentumsrechte wie Patente und Sortenschutztitel wird der Zugang zu den genetischen Ressourcen und deren freie Nutzung für Züchterinnen und Bauern erschwert oder gar verhindert. Dies gefährdet die Ernährungssicherheit und treibt die Konzentration des Saatgutmarktes weiter voran.

  • 1.5 Milliarden Bäuerinnen und Bauern sind abhängig von selbst nachgebautem Saatgut.
  • In Westafrika produzieren 90-98% der Bäuerinnen und Bauern ihr Saatgut selbst, im östlichen und südlichen Afrika sind es 70-95%.
  • Das Sortenschutzabkommen nach UPOV wurde 1991 von bloss 20 Industrieländern verhandelt, soll aber der ganzen Welt aufgezwungen werden.
  • UPOV 91 verbietet den Tausch geschützten Saatguts zwischen Bäuerinnen und Bauern.
  • Zwei Drittel der Schweizerinnen und Schweizer lehnen Patente auf Nutzpflanzen ab.
  • Drei Firmen (Monsanto, DuPont und Syngenta) beherrschen über 50% des globalen kommerziellen Saatgutmarktes.
  • Syngenta und Monsanto besitzen in Europa 71% aller geschützten Blumenkohl-Sorten. Bei Tomaten sind es 62% und bei Peperoni 56%.

Meilensteine

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