Medikamente

Gesundheit: Ein Recht für alle

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In armen Ländern sterben Menschen, weil sie keinen Zugang zu Medikamenten haben, oder ihre verletzliche Lage wird für unethische Medikamententests ausgenutzt. Auch in reichen Ländern werden Behandlungen zunehmend rationiert, weil die Kosten aus dem Ufer laufen. Das Innovationssystem, das auf Patenten und kurzfristigen Gewinnen beruht, ist krank. Mit den Pharmariesen Roche und Novartis und einer willfährigen Regierung trägt die Schweiz eine besondere Verantwortung.

Denn Lösungen gibt es - es ist eine Frage des politischen Willens.

Zugang zu Medikamenten

Mehr als zwei Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten. Dies betrifft zunehmend auch reiche Länder wie die Schweiz. Der Grund: explodierende Medikamentenpreise, insbesondere für Krebsmedikamente. Dank dem Monopol durch Patente können Pharmafirmen die Preise fast nach Belieben festsetzen. Die Regierungen sind sowohl Geiseln als auch Komplizen der allmächtigen Pharmaindustrie. Aber sie hätten ein legales Instrument – nämlich Zwangslizenzen, welche den Verkauf von günstigen Generika trotz Patentschutz erlauben.

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Klinische Versuche

Aus strategischen und ökonomischen Gründen werden Medikamententests an Menschen oft in Länder des Südens ausgelagert, vor allem in Schwellenländer. Dies betrifft alle grossen Pharmaunternehmen, auch die Schweizer Firmen Roche und Novartis. Unsere Recherchen zeigen, dass diese „Globalisierung der klinischen Versuche“ mit ethischen Verstössen einhergeht, in einem undurchsichtigen Klima: Allzu oft ist diese massive Auslagerung ein Synonym für Ausbeutung.