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Patente und Zugang zu Medikamenten

© Roger Anis

Heute kommt die Behandlung von Krankheiten keinem Recht für alle, sondern einem Privileg für Reiche gleich. In den vergangenen Jahrzehnten wurden grosse technologische und medizinische Fortschritte erzielt. Wegen fehlenden Zugangs zu Pflege und Medikamenten sterben in armen Ländern jedoch Millionen von Menschen an Krankheiten, die bei uns in der Schweiz behandelt oder gar geheilt werden können. Ein Skandal, an dem auch die Schweizer Pharmaindustrie ihren Anteil hat – und dies mit Billigung der Schweizer Behörden.

  • Mehr als zwei Milliarden Menschen auf der Welt haben keinen Zugang zu essentiellen Medikamenten. Ein globales Problem, das nicht nur Länder mit niedrigem oder mittlerem Einkommen betrifft.
  • 80 % der Todesfälle infolge nicht übertragbarer chronischer Krankheiten wie Krebs oder Diabetes entfallen auf Länder mit niedrigen und mittleren Einkommen.
  • Würde der Zugang zu Medikamenten verbessert, könnten laut der UNO jährlich 10 Millionen Menschenleben gerettet werden, 4 Millionen davon in Afrika und Südostasien.
  • Übertragbare Krankheiten wie AIDS, Tuberkulose oder Malaria sind in den Ländern des globalen Südens und Ostens am stärksten verbreitet.
  • Patente erhöhen die Medikamentenpreise, welche die Mehrheit der Bevölkerung in Schwellenländern nicht bezahlen kann weil sie nicht krankenversichert ist.
  • Patente verzögern die Markteinführung günstiger Generika, auf welche die benachteiligten Länder angewiesen sind.
  • Die Industrieländer und ihre Pharmafirmen üben konstant Druck aus mit dem Ziel, den Schutz von geistigem Eigentum im Arzneimittelbereich über die internationalen WTO-Standards hinaus zu verstärken.
  • Die Schweizer Firmen Roche und Novartis gehören zu den weltweit führenden Pharmamultis. Ihnen werden immer wieder wettbewerbswidrige Praktiken und mangelnde Transparenz vorgeworfen.

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