Navigationspfad

Aus der intensiven Landwirtschaft sind Pestizide nicht mehr wegzudenken. Doch die Schäden, die sie verursachen, haben katastrophale Ausmasse angenommen. Würden die Folgekosten vom Pestizideinsatz den Verursachern angerechnet, wären viele der gefährlichen Produkte vom Markt verschwunden.

Millionen von Menschen vergiften sich jedes Jahr beim Einsatz von Pestiziden. Sie verfügen weder über die richtige Schutzausrüstung noch über die Kenntnisse, wie diese denn einzusetzen wäre, wenn sie eine besässen. Bereits 1990 schätzte die WHO die jährlichen Pestizidvergiftungen (ohne Suizide) auf 25 Millionen. Die Zahl der vergifteten Arbeiterinnen und Bauern ist heute mit Sicherheit noch grösser.
Indem er diverse in der Schweiz und der EU verbotene Produkte nach wie vor in den Ländern des Südens verkauft, trägt der Schweizer Konzern Syngenta eine grosse Mitverantwortung für diese Opfer.

Verbreitung und Risiken von Pestiziden

Chronische Folgeerscheinungen

Doch nicht nur die Bauern, die Pestizide auf den Feldern einsetzen, gefährden sich durch die Pflanzenschutzmittel. Die in verschiedenen Pestiziden enthaltenen langlebigen organischen Schadstoffe werden in der Natur abgelagert und während Jahrzehnten angereichert. Über die Nahrungskette wandern sie schliesslich auf unsere Teller. Chronische Krankheiten wie Parkinson und Krebs können die Folge sein. Zahlreiche Pestizide beinhalten zudem hormonell wirksame Stoffe, welche sich direkt auf die Fortpflanzung und Entwicklung von Tieren und Menschen auswirken.

Umweltzerstörung

Verseuchtes Grundwasser, zerstörte Ozonschicht, reduzierte Artenvielfalt, Bienensterben: Lesen Sie mehr zu den durch Pestizide verursachten Umweltschäden in der aktuellen Dokumentation "Pestizide" (PDF, 4.4 MB).

Alternativen

Dabei braucht die Welt die meisten Pestizide gar nicht. Zu diesem Schluss kommt der Weltagrarbericht, die wohl grösste Studie zur heutigen Landwirtschaft. Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft schlägt vor, die gefährlichsten Pestizide schrittweise zu verbannen. Public Eye setzt sich seit 10 Jahren dafür ein, dass das hochgiftige Unkrautvertilgungsmittel Paraquat – ein Verkaufsschlager von Syngenta in Entwicklungsländern – nicht mehr produziert werden darf.

Entgegen den Beteuerungen multinationaler Agrarkonzerne ist es durchaus möglich, mit einer nachhaltigen, biologischen Landwirtschaft ohne gentechnisch veränderte Organismen genug Nahrung für die wachsende Weltbevölkerung zu produzieren.